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Alternative: Ständerwerk aus Holz (KVH) bauen

Kurzbeschreibung

Ein Ständerwerk muss nicht immer aus Metall sein. Im Holzbau oder bei Sanierungen im Altbau ist eine Unterkonstruktion aus Holz oft die stimmigere und für manche Heimwerker einfacher zu verarbeitende Alternative. Das Geheimnis einer stabilen Holzwand liegt in der Materialwahl: Verwende niemals 'nasses' Bauholz oder Dachlatten! Diese verziehen (verdrehen) sich beim Trocknen und führen unweigerlich zu Rissen im Gipskarton. Die richtige Wahl ist Konstruktionsvollholz (KVH) (technisch getrocknetes, formstabiles Holz). Dieses ist maßhaltig und 'arbeitet' kaum noch. Die Montage ähnelt dem Metallständerwerk: Rahmenhölzer werden mit Dichtungsband am Boden und an der Decke verdübelt. Die senkrechten Ständer werden im Achsmaß (z.B. 62,5 cm) exakt lotrecht ausgerichtet und mit den Rahmenhölzern verschraubt oder vernagelt. Eine Holzwand ist sehr robust, tragfähig (ideal für schwere Lasten) und für viele angenehmer zu bearbeiten als scharfkantiges Blech.

Werkzeuge

Materialien

Projektschritte

  1. 01

    Planung: Wandverlauf am Boden, Decke und Wänden anzeichnen (Schlagschnur, Wasserwaage).

  2. 02

    Materialwahl: Wähle die Dimension des KVH (z.B. 60x60 mm). Die Breite bestimmt die spätere Wanddicke und den Platz für die Dämmung.

  3. 03

    Rahmenhölzer montieren: Klebe Dichtungsband auf die Rückseite der Boden- und Deckenhölzer. Dübel das Bodenholz am Boden und das Deckenholz an der Decke fest.

  4. 04

    Wandanschluss: Befestige die seitlichen Anschlusshölzer (Ständer) ebenfalls mit Dichtungsband und Dübeln an den Massivwänden.

  5. 05

    Ständer zuschneiden: Messe den Abstand zwischen Boden- und Deckenholz. Schneide die vertikalen Ständerhölzer mit der Kappsäge exakt auf Maß zu (ca. 1-2 mm kürzer, um Spannung zu vermeiden).

  6. 06

    Achsmaß anzeichnen: Markiere das Achsmaß (meist 62,5 cm) auf dem Boden- und Deckenholz.

  7. 07

    Ständer montieren: Setze die Ständerhölzer an den Markierungen ein. Richte sie exakt senkrecht (ins Lot) mit der Wasserwaage aus.

  8. 08

    Befestigen: Verschraube die Ständerhölzer schräg von der Seite (versetzt) durch den Ständer in das Boden- und Deckenholz ('toe-nailing') oder verwende kleine Metallwinkel.

  9. 09

    Stabilität: Prüfe, ob das gesamte Ständerwerk fest, stabil und exakt in der Flucht steht, bevor du mit der Beplankung beginnst.

Wichtige Hinweise

MATERIAL
Der Unterschied zwischen KVH (Konstruktionsvollholz) und normalem Bauholz ist riesig. KVH ist technisch getrocknet und keilgezinkt. Es verzieht sich nicht. Normales, 'nasses' Bauholz wird beim Trocknen in der Wand schrumpfen und sich verdrehen, was zu 100% zu Rissen in den Gipskartonfugen führt.
QUALITÄT
Ein Holzständerwerk leitet Schall besser als ein Metallständerwerk (da es starrer verbunden ist). Umso wichtiger ist hier das Dichtungsband an ALLEN Anschlusspunkten (Boden, Decke, Wand) zur Entkopplung.
PLANUNG
Ein Holzständerwerk ist ideal, wenn du schwere Lasten (Küchenschränke, Waschbecken) aufhängen willst. Du kannst die Positionen vorab planen und dort Querhölzer (Riegel) zwischen den Ständern einbauen, die später als massive Befestigungspunkte dienen.
VERARBEITUNG
Bohre die Schraubenlöcher beim Verschrauben der Ständer vor, besonders an den Enden, um ein Aufspalten des Holzes zu verhindern.

⚠ Warnungen

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