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Fliesen verfugen und Silikonfugen ziehen

Kurzbeschreibung

Die Fliesen sind an der Wand, der Boden ist gelegt – das Gröbste scheint geschafft. Doch die finale Optik und die Langlebigkeit des Belags entscheiden sich erst jetzt, beim Verfugen. Es ist die Phase, in der aus einzelnen Fliesen eine geschlossene, stabile und wasserabweisende Fläche wird. Viele Heimwerker fürchten sich vor diesem Schritt, weil sie Angst vor einem ungleichmäßigen Fugenbild oder einem unschönen 'Fugenschleier' auf den neuen Fliesen haben. Die Lösung liegt im richtigen Timing und der richtigen Technik. Dieses Projekt zeigt dir, wie du Fugenmörtel korrekt anmischst, ihn diagonal in die Fugen einarbeitest und ihn zum perfekten Zeitpunkt abwäschst. Außerdem lernst du, wie du Anschluss- und Dehnungsfugen mit Silikon sauber und professionell ausspritzt und mit einem Fugenabzieher eine perfekte Hohlkehle formst. So gibst du deinem Fliesenprojekt den letzten, entscheidenden Schliff.

Werkzeuge

Materialien

Projektschritte

  1. 01

    Stelle sicher, dass der Fliesenkleber vollständig ausgehärtet ist. Kratze Kleberreste aus den Fugen mit einem alten Schraubendreher oder einem Fugenmesser sauber aus.

  2. 02

    Mische den Fugenmörtel nach Herstellerangabe sämig und klumpenfrei an.

  3. 03

    Befeuchte den Fliesenbelag leicht mit einem nassen Schwamm (nicht ertränken!). Dies verhindert, dass die porösen Fliesen dem Mörtel zu schnell das Wasser entziehen.

  4. 04

    Trage den Fugenmörtel mit dem Fugbrett auf und arbeite ihn mit diagonalen Bewegungen tief und blasenfrei in die Fugen ein.

  5. 05

    Ziehe überschüssigen Mörtel mit dem Fugbrett so gut wie möglich von der Fliesenoberfläche ab.

  6. 06

    Warte, bis der Fugenmörtel 'angezogen' hat (er wird matt und hell). Dies ist der perfekte Zeitpunkt für das Abwaschen. Mache eine Fingerprobe: Der Mörtel sollte fest sein, aber noch nicht hart.

  7. 07

    Wasche die Fläche mit einem sauberen, nur leicht feuchten Schwammbrett und klarem Wasser ab. Arbeite wieder diagonal zu den Fugen, um sie nicht auszuwaschen. Spüle den Schwamm häufig aus.

  8. 08

    Nach dem Trocknen bildet sich oft ein leichter Zementschleier. Poliere diesen mit einem trockenen, weichen Tuch weg.

  9. 09

    Für die Silikonfugen: Klebe die Ränder der Fuge (Anschluss Wand-Boden, Ecken) mit Malerkrepp ab, um saubere Kanten zu erhalten.

  10. 10

    Spritze das Silikon mit der Kartuschenpresse gleichmäßig in die Fuge. Besprühe die Silikonnaht und den Fugenabzieher mit Glättmittel.

  11. 11

    Ziehe die Fuge mit dem passenden Fugenabzieher in einem Zug ab. Entferne sofort danach das Malerkrepp.

Wichtige Hinweise

SICHERHEIT
Trage beim Anmischen und Verarbeiten von zementären Produkten wie Fugenmörtel immer Handschuhe, um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen.
QUALITÄT
Der richtige Zeitpunkt für das Abwaschen des Fugenmörtels ist entscheidend. Wäschst du zu früh, wäschst du die Fugen aus. Wäschst du zu spät, lässt sich der Zementschleier nur noch sehr schwer entfernen.
TIPP
Für Silikonfugen: Weniger ist mehr. Spritze nicht zu viel Silikon in die Fuge. Überschüssiges Material quillt beim Abziehen an den Seiten heraus und verursacht eine Sauerei. Eine gleichmäßig dünne Raupe lässt sich am besten verarbeiten.
PFLEGE
Lasse die frischen Fugen (Zement und Silikon) einige Tage vollständig aushärten, bevor sie starker Wasserbelastung (z.B. Duschen) ausgesetzt werden. Dies gewährleistet die maximale Festigkeit und Langlebigkeit.

⚠ Warnungen

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