Heizkörper lackieren
Kurzbeschreibung
Vergilbte, abblätternde Heizkörper sind ein unschöner Anblick in einem frisch renovierten Raum. Sie stören die harmonische Optik und wirken ungepflegt. Viele scheuen sich jedoch davor, dieses Projekt anzugehen. Sie fürchten, dass normaler Lack der Hitze nicht standhält, ungesunde Dämpfe abgibt oder dass das Lackieren der verwinkelten Rippen zu einer unendlichen Geduldsprobe wird. Doch mit dem richtigen, hitzebeständigen Lack und dem passenden Werkzeug ist die Modernisierung eines alten Heizkörpers einfacher als gedacht. Das Geheimnis liegt in der gründlichen Vorbereitung: Eine perfekt gereinigte und angeschliffene Oberfläche ist die Basis für eine langlebige Lackierung. Dieses Projekt zeigt dir, wie du Roststellen entfernst, den Heizkörper fachgerecht vorbereitest und mit speziellem Heizkörperlack ein glattes, professionelles Finish erzielst, das über Jahre hinweg wie neu aussieht und unangenehmen Gerüchen beim ersten Heizen vorbeugt.
Werkzeuge
- Drahtbürste Amazon · OBI · Bauhaus
- Farbwanne Amazon · OBI · Bauhaus · Hornbach · Toom · Globus
- Spachtel Amazon
- Heizkörperpinsel Amazon
- Lackrolle Amazon
- Schleifpapier Amazon
Materialien
- Malerkrepp Amazon
- Anlauger & Entfetter Amazon · OBI · Bauhaus · Hornbach · Toom
- Rostschutzgrundierung Amazon · OBI · Bauhaus · Hornbach · Toom · Globus
- Heizkörperlack (hitzebeständig) Amazon
- Abdeckfolie Amazon · OBI · Bauhaus · Toom · Globus
Projektschritte
- 01
Drehe den Heizkörper am Thermostat vollständig ab und lasse ihn komplett auskühlen. Decke den Boden und die Wand hinter dem Heizkörper sorgfältig ab.
- 02
Reinige den Heizkörper gründlich von Staub und Schmutz, besonders in den Zwischenräumen. Verwende dazu einen Anlauger oder Entfetter.
- 03
Entferne lose Lackstellen und Rost mit einer Drahtbürste. Hartnäckige, intakte Altlackierungen werden mit Schleifvlies oder Schleifpapier (Körnung 120-180) angeraut.
- 04
Behandle alle blanken Metall- oder Roststellen mit einer Rostschutzgrundierung und lasse diese gut trocknen.
- 05
Rühre den Heizkörperlack gut auf. Beginne mit dem Lackieren der schwer zugänglichen Stellen, wie den Rippen und den Aufhängungen, mit einem speziellen, abgewinkelten Heizkörperpinsel.
- 06
Lackiere anschließend die großen, glatten Frontflächen mit einer kleinen Lackrolle, um ein gleichmäßiges, streifenfreies Ergebnis zu erzielen.
- 07
Arbeite dich von oben nach unten vor, um Farbläufer ('Nasen') zu vermeiden.
- 08
Lasse den Lack vollständig durchtrocken (Herstellerangaben beachten!). Für eine perfekte Deckkraft ist oft ein zweiter Anstrich erforderlich.
- 09
Lasse den Heizkörper nach dem letzten Anstrich mehrere Tage gut auslüften, bevor du ihn zum ersten Mal wieder aufdrehst, um die Geruchsbildung zu minimieren.
Projektbilder
Wichtige Hinweise
- SICHERHEIT
- Sorge während der gesamten Lackierarbeit für eine sehr gute Durchlüftung des Raumes, da auch moderne Lacke Dämpfe abgeben. Trage bei Bedarf eine Atemschutzmaske.
- QUALITÄT
- Verwende ausschließlich speziellen Heizkörperlack. Dieser ist hitzebeständig (bis ca. 100-120°C), vergilbt nicht und ist so formuliert, dass er auch bei Erwärmung keine schädlichen Stoffe abgibt. Normaler Buntlack ist ungeeignet.
- TIPP
- Für die Reinigung der engen Zwischenräume von Rippenheizkörpern eignet sich eine spezielle Heizkörperbürste oder ein in ein Tuch gewickelter Zollstock hervorragend.
- VORBEREITUNG
- Plane das Lackieren deines Heizkörpers idealerweise außerhalb der Heizperiode. Ein kalter Heizkörper ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Lackierung.
- HEISSE HEIZKÖRPER
- Lackiere niemals einen warmen oder heißen Heizkörper. Der Lack würde zu schnell trocknen, Blasen werfen und ein unschönes, streifiges Ergebnis hinterlassen.
- TYPISCHER FEHLER
- Eine unzureichende Vorbereitung ist der häufigste Fehler. Auf einer fettigen oder rostigen Oberfläche kann selbst der beste Lack nicht dauerhaft haften und wird über kurz oder lang abblättern.
- SCHICHTEN
- Trage den Lack in dünnen Schichten auf. Eine zu dicke Lackschicht kann nicht nur zu unschönen Läufern führen, sondern auch die Wärmeabgabe des Heizkörpers geringfügig reduzieren.

