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Kelleraußenwand abdichten (Bitumenanstrich) - Anleitung

Kurzbeschreibung

Feuchte Kellerwände sind ein Alptraum für Hausbesitzer und die Ursache liegt fast immer außen: Sickerwasser aus dem Erdreich drückt gegen das Mauerwerk. Die einzig wirklich dauerhafte Lösung ist, den Keller von außen freizulegen und eine neue, intakte 'schwarze Wanne' zu erstellen. Viele scheuen diesen gewaltigen Aufwand, das Aufgraben des eigenen Gartens. Doch dieser Schritt ist unumgänglich, um die Bausubstanz nachhaltig zu schützen. Das Geheimnis einer erfolgreichen Außenabdichtung liegt in der peniblen Vorbereitung des Untergrunds und dem mehrschichtigen, lückenlosen Auftrag einer Bitumendickbeschichtung (KMB). Dieses Projekt ist eine der anspruchsvollsten Sanierungsarbeiten am Haus. Du lernst die fundamentalen Schritte kennen: vom Freilegen der Wand über die Grundierung bis zum Auftragen der Bitumenmasse in der richtigen Schichtdicke. So schaffst du eine robuste, wasserdichte Barriere, die deinen Keller für Jahrzehnte trocken hält.

Werkzeuge

Materialien

Projektschritte

  1. 01

    Grabe die Kelleraußenwand bis zur Unterkante des Fundaments frei. Der Arbeitsgraben sollte breit genug sein (mind. 1 Meter), um sicher darin arbeiten zu können.

  2. 02

    Reinige das freigelegte Mauerwerk extrem gründlich. Entferne alle Erdre Reste, alten Anstriche oder losen Mörtel mit einem Hochdruckreiniger oder einer Drahtbürste. Die Wand muss fest, sauber und tragfähig sein.

  3. 03

    Bessere offene Fugen oder Löcher im Mauerwerk mit Reparaturmörtel aus.

  4. 04

    Erstelle im kritischen Übergang zwischen Kellerwand und Fundament eine Hohlkehle aus Dichtmörtel. Diese runde Kehle verhindert eine scharfe 90-Grad-Kante, an der die Abdichtung brechen könnte.

  5. 05

    Grundiere die gesamte trockene Wandfläche mit einem Bitumen-Voranstrich. Dieser bindet den letzten Staub und sorgt für eine optimale Haftung.

  6. 06

    Mische die 2-komponentige Bitumen-Dickbeschichtung mit einem Rührwerk exakt nach Anleitung an.

  7. 07

    Trage die erste Schicht der schwarzen Masse mit einer Glättkelle oder einem Quast satt und gleichmäßig auf.

  8. 08

    Arbeite in die noch frische erste Schicht ein Armierungsgewebe ein, besonders im Bereich der Hohlkehle und an Ecken. Das Gewebe überbrückt Risse und kontrolliert die Schichtdicke.

  9. 09

    Trage nach dem Antrocknen die zweite Schicht Bitumen auf. Die finale Schichtdicke muss den Herstellerangaben entsprechen (wird oft mit einer Zahnkelle kontrolliert und dann glattgezogen).

  10. 10

    Lasse die Abdichtung vollständig durchtrocknen und aushärten (kann mehrere Tage dauern), bevor du die Dämmung (Dränageplatten) anbringst und die Baugrube wieder verfüllst.

Wichtige Hinweise

SICHERHEIT
Sichere den Rand der Baugrube gegen Abrutschen. Bei tiefen Gräben (> 1,25 m) ist eine professionelle Verbauung (Abstützung) gesetzlich vorgeschrieben.
QUALITÄT
Die Abdichtung muss lückenlos und in der geforderten Mindestschichtdicke aufgetragen werden. Jede Fehlstelle, jedes 'Loch' in der schwarzen Wanne ist eine potenzielle Eintrittsstelle für Wasser.
TIPP
Führe diese Arbeiten nur bei stabilem, trockenem Wetter durch. Ein Regenschauer auf die frische Grundierung oder die Bitumenmasse kann die gesamte Arbeit ruinieren.
PFLEGE
Schütze die fertige, getrocknete Bitumenschicht vor Beschädigung. Beim Anbringen der Dränageplatten und beim Verfüllen der Grube darf die Schicht nicht durch spitze Steine oder Werkzeuge verletzt werden.

⚠ Warnungen

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