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Lasur auftragen

Kurzbeschreibung

Holz im Außenbereich ist Wind und Wetter ausgesetzt. UV-Strahlung zersetzt das Lignin und lässt das Holz vergrauen, Feuchtigkeit führt zu Fäulnis und Pilzbefall. Ein schützender Anstrich ist daher unerlässlich. Doch viele wollen die natürliche Schönheit der Holzmaserung nicht unter einer deckenden Farbschicht verstecken. Die Lösung ist eine Lasur. Im Gegensatz zu Lack ist eine Lasur semi-transparent, sie dringt in das Holz ein, schützt es von innen und tönt es nur leicht, sodass die Maserung sichtbar bleibt. Dieses Projekt zeigt dir, wie du Holz im Außenbereich, sei es ein Gartenhaus, ein Zaun oder eine Holzverkleidung, mit einer Lasur effektiv und langanhaltend schützt. Du lernst, wie du den Untergrund richtig vorbereitest und die Lasur in Faserrichtung gleichmäßig aufträgst, um ein fleckenfreies und schönes Ergebnis zu erzielen.

Werkzeuge

Materialien

Projektschritte

  1. 01

    Bereite den Untergrund vor. Die Holzoberfläche muss sauber, trocken und tragfähig sein. Entferne Schmutz, Algen und lose Altanstriche.

  2. 02

    Schleife die Holzoberfläche leicht in Faserrichtung an (Körnung 120). Dadurch können die Poren die Lasur besser aufnehmen. Intakte Altanstriche müssen nur angeraut, nicht komplett entfernt werden.

  3. 03

    Entstaube die Fläche nach dem Schleifen sorgfältig.

  4. 04

    Bei neuem, unbehandeltem Nadelholz im Außenbereich: Trage zuerst eine Holzschutzgrundierung auf, die vor Bläue und Pilzbefall schützt. Lasse sie gut trocknen.

  5. 05

    Rühre die Lasur gut auf. Trage sie mit einem Flachpinsel dünn und gleichmäßig in Richtung der Holzmaserung auf.

  6. 06

    Beginne bei Holzverkleidungen immer am obersten Brett und arbeite dich nach unten vor. Streiche immer ganze Bretter am Stück, um Ansätze zu vermeiden.

  7. 07

    Nimm überschüssige Lasur, die nicht sofort einzieht, nach kurzer Zeit mit einem trockenen Lappen ab, um eine glänzende, schichtbildende Oberfläche zu vermeiden (besonders bei Dünnschichtlasuren).

  8. 08

    Lasse den Erstanstrich nach Herstellerangabe trocknen.

  9. 09

    Für einen ausreichenden UV- und Wetterschutz sind im Außenbereich meist zwei bis drei Anstriche erforderlich. Ein leichter Zwischenschliff zwischen den Anstrichen verbessert das Ergebnis.

Wichtige Hinweise

SICHERHEIT
Sorge beim Arbeiten mit Lasuren für gute Belüftung und trage Handschuhe. Beachte die Sicherheitshinweise zur Selbstentzündung von mit Lasur getränkten Lappen (genau wie bei Öl).
QUALITÄT
Wähle die richtige Lasur: Dünnschichtlasuren dringen tief ins Holz ein und blättern nicht ab, müssen aber öfter erneuert werden (ideal für Zäune, Verkleidungen). Dickschichtlasuren bilden einen Film auf der Oberfläche, bieten längeren Schutz, können aber abblättern (ideal für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen).
TIPP
Streiche nie bei praller Sonne oder auf von der Sonne aufgeheiztem Holz. Die Lasur trocknet dann zu schnell, kann nicht richtig einziehen und es kommt zu unschönen Streifen und Ansätzen.
VORBEREITUNG
Die Farbe der Lasur auf dem Holz weicht oft vom Farbton auf der Dose ab, da der Holz-Eigenfarbton das Ergebnis beeinflusst. Lege immer eine kleine Probefläche an einer unauffälligen Stelle an, um den finalen Farbton zu prüfen.
TIPP
Achte darauf, Hirnholz (die Schnittkanten der Bretter) besonders sorgfältig zu behandeln. Hier kann am meisten Feuchtigkeit eindringen. Versiegele diese Kanten mit mehreren satten Anstrichen.

⚠ Warnungen

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