Punktfundamente für die Terrassen-Unterkonstruktion gießen
Viele Heimwerker glauben, dass Punktfundamente einfach nur Betonkleckse im Boden sind und jede beliebige Form genügt. Tatsächlich sind Punktfundamente hochpräzise Tragepunkte, die nach statischen Berechnungen exakt positioniert und dimensioniert werden müssen. Ein typisches Punktfundament für eine Holzterrasse besteht aus einem etwa 80 Zentimeter tiefen Fundament unterhalb der Frostgrenze und einem 10 bis 15 Zentimeter hohen Sockel oberhalb des Geländes. Der untere Teil muss frostsicher in tragfähigem Boden gegründet sein, während der Sockel als Auflager für die Unterkonstruktion dient und diese vor Bodenfeuchtigkeit schützt. Die Anordnung der Fundamente richtet sich nach der Tragfähigkeit des Holzes: Üblicherweise stehen die Fundamente in Reihen mit 80 bis 100 Zentimetern Abstand in Längsrichtung und 50 bis 70 Zentimetern Abstand quer zur Dielenrichtung. Jedes Fundament muss exakt die gleiche Höhe haben und in einer Flucht liegen, damit die Unterkonstruktion plan aufliegt. Bereits 5 Millimeter Höhenunterschied können zu Problemen führen. Zum Gießen verwendest du Fertigbeton aus dem Sack, den du mit Wasser anmischst. In die noch feuchte Betonoberfläche setzt du einen Pfostenanker ein, der später die Unterkonstruktion trägt. Der Anker muss exakt ausgerichtet und fest im Beton verankert sein. Nach etwa 48 Stunden ist der Beton ausgehärtet und die Fundamente sind belastbar. Diese Methode garantiert eine dauerhafte, frostsichere und absolut plane Basis für jede Holzterrasse.
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▶ Zur interaktiven VersionSchritt 1: Berechne die Anzahl und Position der Punktfundamente nach der Te…
Interaktiv ansehen →Berechne die Anzahl und Position der Punktfundamente nach der Terrassengröße. Üblicherweise beträgt der Abstand in Längsrichtung 80 bis 100 Zentimeter, quer zur Dielenrichtung 50 bis 70 Zentimeter. Markiere alle Positionen mit Holzpflöcken.
Schritt 2: Spanne Schnüre zwischen den Pflöcken, um die Reihen exakt auszur…
Interaktiv ansehen →Spanne Schnüre zwischen den Pflöcken, um die Reihen exakt auszurichten. Nutze die 3-4-5-Methode (rechtwinkliges Dreieck) um sicherzustellen, dass die Fundamente perfekt rechtwinklig zur Hauswand stehen.
Schritt 3: Bohre oder grabe an jeder markierten Position ein Loch von etwa …
Interaktiv ansehen →Bohre oder grabe an jeder markierten Position ein Loch von etwa 80 Zentimetern Tiefe und 30 Zentimetern Durchmesser. Die Tiefe muss unterhalb der Frostgrenze liegen, die in Deutschland üblicherweise bei 80 Zentimetern liegt.
Schritt 4: Fülle den Boden jedes Lochs mit etwa 10 Zentimetern Kies oder Sc…
Interaktiv ansehen →Fülle den Boden jedes Lochs mit etwa 10 Zentimetern Kies oder Schotter als Drainage. Verdichte diese Schicht leicht mit einem Handstampfer, damit keine Hohlräume bleiben.
Schritt 5: Setze in jedes Loch eine Schalung für den oberen Sockel ein. Ver…
Interaktiv ansehen →Setze in jedes Loch eine Schalung für den oberen Sockel ein. Verwende dafür entweder selbst gebaute Holzschalungen oder Kunststoffrohre mit 20 bis 25 Zentimetern Durchmesser. Die Schalung muss 10 bis 15 Zentimeter über das Gelände hinausragen.
Schritt 6: Richte alle Schalungen mit Wasserwaage und Kreuzlinienlaser exak…
Interaktiv ansehen →Richte alle Schalungen mit Wasserwaage und Kreuzlinienlaser exakt auf die gleiche Höhe aus. Nutze die Richtlatte, um zu prüfen, dass alle Fundamente in einer Ebene liegen. Fixiere die Schalungen provisorisch mit Erde oder Steinen.
Schritt 7: Mische den Fertigbeton portionsweise nach Herstellerangabe an. D…
Interaktiv ansehen →Mische den Fertigbeton portionsweise nach Herstellerangabe an. Der Beton muss eine erdfeuchte bis plastische Konsistenz haben und darf weder zu trocken noch zu flüssig sein.
Schritt 8: Fülle jedes Loch vollständig mit Beton und verdichte ihn durch m…
Interaktiv ansehen →Fülle jedes Loch vollständig mit Beton und verdichte ihn durch mehrfaches Einstochern mit einem Stab, um Luftblasen zu entfernen. Fülle bis zur Oberkante der Schalung auf.
Schritt 9: Glätte die Betonoberfläche mit der Maurerkelle oder Glättkelle. …
Interaktiv ansehen →Glätte die Betonoberfläche mit der Maurerkelle oder Glättkelle. Die Oberfläche muss eben und glatt sein, damit der Pfostenanker später plan aufliegt.
Schritt 10: Setze den Pfostenanker mittig in den noch feuchten Beton ein und…
Interaktiv ansehen →Setze den Pfostenanker mittig in den noch feuchten Beton ein und drücke ihn leicht an. Richte den Anker exakt senkrecht mit der Wasserwaage aus und kontrolliere, dass die Ausrichtung zur Terrassenrichtung passt.
Schritt 11: Prüfe ein letztes Mal mit Kreuzlinienlaser und Richtlatte, dass …
Interaktiv ansehen →Prüfe ein letztes Mal mit Kreuzlinienlaser und Richtlatte, dass alle Fundamente und Anker exakt auf gleicher Höhe und in einer Flucht liegen. Korrigiere falls nötig sofort, solange der Beton noch formbar ist.
Schritt 12: Lasse die Fundamente mindestens 48 Stunden aushärten, bevor du s…
Interaktiv ansehen →Lasse die Fundamente mindestens 48 Stunden aushärten, bevor du sie belastest. Schütze den frischen Beton vor direkter Sonneneinstrahlung und Frost. Bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius den Beton mit Folie abdecken.
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