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Richtig bohren in verschiedene Materialien

Kurzbeschreibung

Ein Loch in die Wand zu bohren, scheint eine simple Aufgabe. Doch wer schon einmal frustriert vor einer harten Betonwand stand, an einer Fliese abgerutscht ist oder ein ausgefranstes Loch in Holz verursacht hat, weiß: Bohren ist nicht gleich Bohren. Jedes Material stellt andere Anforderungen an Bohrer, Maschine und Technik. Der häufigste Fehler ist die Annahme, ein Bohrer sei für alles gut. Das Geheimnis eines perfekten Bohrlochs liegt in der Wahl des exakt zum Untergrund passenden Bohrers und der richtigen Einstellung an der Bohrmaschine (Drehzahl, Schlag). Dieses Projekt ist eine grundlegende Materialkunde für den Heimwerker. Du lernst die wichtigsten Bohrertypen (Holz, Metall, Stein) an ihrer Spitze zu erkennen und erfährst, welche Technik du für welches Material anwenden musst, um saubere Löcher zu bohren und dein Werkzeug zu schonen.

Werkzeuge

Materialien

Projektschritte

  1. 01

    **1. Bohren in Holz:**

  2. 02

    **Bohrer:** Holzbohrer mit Zentrierspitze. Für große, saubere Löcher: Forstnerbohrer.

  3. 03

    **Technik:** Mittlere bis hohe Drehzahl, ohne Schlag. Bei tiefen Löchern den Bohrer mehrmals herausziehen, um die Späne zu entfernen. Um Ausrisse auf der Rückseite zu vermeiden, ein Restholz unterlegen.

  4. 04

    **2. Bohren in Metall:**

  5. 05

    **Bohrer:** Metallbohrer (HSS - High Speed Steel), erkennbar am geschliffenen Kegel an der Spitze.

  6. 06

    **Technik:** Niedrige Drehzahl, ohne Schlag, hoher Druck. Die Bohrstelle immer mit einem Körner ankörnen, damit der Bohrer nicht verläuft. Bei dickeren Metallen mit einem kleineren Bohrer vorbohren und Schneidöl zur Kühlung verwenden.

  7. 07

    **3. Bohren in Ziegel oder Porenbeton (weiches Mauerwerk):**

  8. 08

    **Bohrer:** Steinbohrer mit eingelöteter Hartmetallplatte an der Spitze.

  9. 09

    **Technik:** Mittlere Drehzahl, ohne oder mit nur leichtem Schlag (je nach Härte des Steins).

  10. 10

    **4. Bohren in Beton (hartes Mauerwerk):**

  11. 11

    **Bohrer:** Steinbohrer (für den Bohrhammer, meist mit SDS-Aufnahme).

  12. 12

    **Technik:** Hier ist ein Bohrhammer zwingend erforderlich. Niedrige Drehzahl, voller Schlag. Die Maschine arbeitet mit pneumatischem Schlagwerk und benötigt kaum Anpressdruck vom Anwender.

  13. 13

    **5. Bohren in Fliesen:**

  14. 14

    **Bohrer:** Spezieller Fliesen- oder Glasbohrer (erkennbar an der geschliffenen, pfeilförmigen Spitze) oder Diamantbohrer.

  15. 15

    **Technik:** Sehr niedrige Drehzahl, absolut ohne Schlag! Die Bohrstelle mit Malerkrepp abkleben, um ein Abrutschen zu verhindern. Die Bohrung kühlen (mit Wasser).

Wichtige Hinweise

QUALITÄT
Investiere in hochwertige Bohrer. Billige Bohrer werden schnell stumpf, überhitzen und liefern unsaubere Ergebnisse. Ein guter Bohrer aus hochwertigem Stahl ist eine Anschaffung, die sich lohnt.
TIPP
Um die Bohrtiefe exakt einzuhalten (wichtig für Dübel), verwende den Tiefenanschlag deiner Bohrmaschine oder klebe einfach ein Stück Malerkrepp in der gewünschten Tiefe um den Bohrer.
VORBEREITUNG
Mache den 'Klopftest', wenn du unsicher bist, welche Art von Wand du vor dir hast. Klingt es dumpf und massiv, ist es wahrscheinlich Beton oder Vollziegel. Klingt es hohl, ist es eine Gipskarton-Ständerwand.

⚠ Warnungen

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