DIY-Coach Gecko

Die wichtigsten
DIY-Projekte

In 5 Sekunden zur perfekten Anleitung.
Mit Profi-Tipps und den besten Produkten.

🛒 Beste Produkte verlinkt
Von Profis getestet
Sofort loslegen

Anleitung: Maschendrahtzaun spannen

Profis wissen: Das Spannen eines Maschendrahtzauns ist weitaus mehr als nur das Aufrollen von Draht zwischen zwei Pfosten. Der entscheidende Unterschied zwischen einem professionell gespannten Zaun, der Jahrzehnte straff und gerade bleibt, und einem Amateur-Zaun, der bereits nach wenigen Monaten durchhängt und wellig wird, liegt in der richtigen Technik. Ein Maschendrahtzaun lebt von der gleichmäßigen Spannung über die gesamte Länge – und genau hier scheitern die meisten Heimwerker. Sie unterschätzen die Kraft, die nötig ist, um den Draht wirklich straff zu bekommen, oder sie spannen ungleichmäßig, sodass der Zaun an einer Stelle straff ist, an anderer Stelle aber durchhängt. Das Geheimnis liegt in der Vorbereitung und im systematischen Vorgehen. Zunächst müssen die Eckpfosten und Streben absolut stabil stehen – ein wackeliger Pfosten gibt nach, sobald die Spannung des Drahts wirkt, und der gesamte Zaun wird schief. Profis setzen Eckpfosten mindestens 80 Zentimeter tief in Beton und verstärken sie mit Diagonalstreben, die die Zugkraft abfangen. Die Zwischenpfosten dienen nur als Führung und müssen nicht so tief fundamentiert werden. Beim eigentlichen Spannen kommt es auf die richtige Reihenfolge an: Zunächst wird der obere Spanndraht montiert und mit Drahtspannern auf Spannung gebracht. Dieser Spanndraht dient als Referenz und verhindert, dass sich der Maschendraht nach oben verformt. Dann folgt der untere Spanndraht. Erst danach wird der Maschendraht selbst aufgerollt und mit Bindedraht an den Spanndrähten befestigt. Das Spannen des Maschendrahts erfolgt schrittweise: Von einem Eckpfosten beginnend wird die Rolle aufgestellt, der Draht am Pfosten fixiert und dann Meter für Meter abgerollt, dabei immer wieder leicht gestrafft. Am Ende wird mit einem Spannstab und Drahtspannern die finale Spannung aufgebracht. Wer diese Technik beherrscht, erhält einen Zaun, der wind- und wetterfest bleibt und auch bei Belastung – etwa durch Tiere oder Schnee – seine Form behält. In diesem Projekt führen wir dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess, vom Setzen der Pfosten über das Anbringen der Spanndrähte bis zum finalen Spannen des Maschendrahts, damit dein Zaun genauso professionell aussieht wie vom Fachmann gemacht.

Anleitung

  1. Plane die Zaunlinie und markiere die Position der Eckpfosten. Die Eckpfosten tragen die Hauptlast der Spannung und müssen absolut stabil stehen. Miss die gesamte Zaunlänge aus und markiere auch die Positionen der Zwischenpfosten im Abstand von 2,5 bis 3 Metern. Spanne eine Richtschnur zwischen den geplanten Eckpfosten, um die exakte Flucht des Zauns zu markieren.
  2. Grabe an den Eckpfosten-Positionen Löcher von mindestens 80 Zentimetern Tiefe und 30 Zentimetern Durchmesser. Für Zwischenpfosten reichen 60 Zentimeter Tiefe. Fülle 10 Zentimeter Kies als Drainage in jedes Loch und verdichte die Schicht. Diese Drainageschicht verhindert Staunässe und schützt die Pfosten vor Frost.
  3. Setze die Eckpfosten ein und richte sie mit der Wasserwaage exakt senkrecht aus. Die Pfosten müssen in beide Richtungen – längs und quer zur Zaunlinie – perfekt lotrecht stehen. Fixiere sie provisorisch mit Holzkeilen oder schräg eingeschlagenen Latten. Mische Beton an und fülle die Löcher rund um die Eckpfosten. Verdichte den Beton durch mehrmaliges Einstossen mit einem Stock, um Luftblasen zu entfernen. Forme die Betonoberfläche konisch ab, damit Regenwasser abläuft.
  4. Montiere Diagonalstreben an den Eckpfosten, die vom oberen Ende des Pfostens schräg zum Boden verlaufen. Diese Streben fangen die Zugkraft des gespannten Drahts ab und verhindern, dass sich die Pfosten zur Seite neigen. Verschraube die Streben fest mit den Pfosten und betoniere das untere Ende der Strebe ebenfalls ein. Lass den Beton mindestens 48 Stunden aushärten, bevor du mit dem Spannen beginnst.
  5. Setze die Zwischenpfosten nach dem gleichen Prinzip, aber mit geringerer Tiefe. Richte jeden Pfosten exakt an der gespannten Richtschnur aus. Die Zwischenpfosten dienen nur als Führung für den Maschendraht und tragen keine Zugkraft, daher können sie weniger tief fundamentiert werden. Achte darauf, dass alle Pfosten die gleiche Höhe haben und exakt in einer Flucht stehen.
  6. Befestige den oberen Spanndraht etwa 10 Zentimeter unter der Oberkante der Pfosten. Führe den Draht von einem Eckpfosten zum anderen und befestige ihn mit Schellen oder Drahthaltern. Lasse an einem Ende etwa einen Meter Draht überstehen, um später den Drahtspanner zu montieren. Der Spanndraht muss noch nicht straff sein, wird aber im nächsten Schritt gespannt.
  7. Montiere Drahtspanner am überstehenden Ende des Spanndrahts. Drehe die Spanner, bis der obere Spanndraht straff gespannt ist. Der Draht sollte unter Zug stehen, aber nicht überspannt werden – ein leichtes Nachgeben beim Druck mit dem Finger ist normal. Befestige den Spanndraht an jedem Zwischenpfosten mit Schellen, damit er nicht zur Seite ausweichen kann. Wiederhole den Vorgang mit dem unteren Spanndraht etwa 10 Zentimeter über dem Boden.
  8. Rolle den Maschendraht am Anfangspfosten aus und befestige ihn mit Bindedraht an den Spanndrähten. Beginne oben und arbeite dich nach unten durch. Wickle den Bindedraht mehrmals um Maschendraht und Spanndraht und verdrehe die Enden fest. Achte darauf, dass der Maschendraht gerade hängt und nicht verdreht ist. An diesem ersten Pfosten muss der Draht fest und sicher fixiert sein.
  9. Rolle den Maschendraht Meter für Meter ab und führe ihn entlang der Zaunlinie. Lasse den Draht dabei locker hängen, spanne ihn noch nicht. An jedem Zwischenpfosten befestigst du den Maschendraht provisorisch mit einigen Bindedraht-Wicklungen an den Spanndrähten. So bleibt der Draht in Position, während du weiter abrollst. Achte darauf, dass die Maschen überall gleich hoch sind und der Draht nicht verdreht oder schief hängt.
  10. Am Endpfosten angelangt, schneidest du den Maschendraht mit dem Seitenschneider ab. Lasse etwa 20 Zentimeter Überlänge. Fädle einen Spannstab – eine Metallstange – durch die letzte Maschenreihe des Drahts. Dieser Spannstab verteilt die Zugkraft gleichmäßig über die gesamte Höhe des Maschendrahts. Befestige Drahtspanner am Spannstab.
  11. Spanne den Maschendraht, indem du die Drahtspanner am Spannstab langsam und gleichmäßig anziehst. Arbeite von oben nach unten und ziehe jeden Spanner schrittweise an, damit die Spannung gleichmäßig verteilt wird. Der Maschendraht sollte straff sein, aber nicht so stark gespannt, dass sich die Maschen verformen. Kontrolliere während des Spannens, dass der Draht nirgendwo wellig wird oder zur Seite ausweicht.
  12. Fixiere den gespannten Maschendraht endgültig an allen Zwischenpfosten. Wickle an jedem Pfosten Bindedraht um die Spanndrähte und den Maschendraht und verdrehe die Enden fest. Achte darauf, dass der Bindedraht fest sitzt und sich nicht lösen kann. An jedem Pfosten sollten mindestens drei Befestigungspunkte sein – oben, in der Mitte und unten. Schneide überstehende Drahtenden mit dem Seitenschneider ab und biege scharfe Spitzen um, damit sich niemand verletzen kann.

Werkzeuge

  • Spaten
  • Schaufel
  • Zollstock
  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Richtlatte
  • Schlagschnur (Kreide)
  • Bleistift
  • Rührgerät
  • Eimer
  • Mörtelkübel
  • Maurerkelle
  • Hammer
  • Gummihammer
  • Seitenschneider
  • Schraubendreher
  • Akkuschrauber
  • Winkelschleifer
  • Handschuhe
  • Schutzbrille
  • Gehörschutz

So einfach geht's

🎯

Projekt auswählen

Klicke auf eines der wichtigsten Heimwerker-Projekte

📖

Anleitung lesen

Klare Schritte mit allen wichtigen Details

🛒

Produkte kaufen

Direkte Links zu den besten Produkten bei vertrauten Partnern