In 5 Sekunden zur perfekten Anleitung.
Mit Profi-Tipps und den besten Produkten.
Projekte werden geladen...
Trittschall ist der Feind des Wohnfriedens in Mehrfamilienhäusern. Jeder Schritt, jedes Möbelrücken, jedes heruntergefallene Werkzeug überträgt sich als dumpfes Klopfen auf die Decke der Wohnung darunter. Besonders schwimmend verlegte Bodenbeläge wie Laminat, Fertigparkett oder Klick-Vinyl wirken ohne Dämmung wie eine Trommel – sie verstärken den Schall sogar noch. Die Lösung ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Eine Trittschalldämmung (eine dünne, meist 2-5 mm dicke Schaumstoffmatte oder Filzunterlage), die zwischen Untergrund und Bodenbelag verlegt wird. Diese Dämmschicht entkoppelt den Belag vom Estrich und schluckt die Schwingungen, bevor sie in die Bausubstanz weitergeleitet werden. Das Ergebnis: Bis zu 20 Dezibel leisere Gehgeräusche – das entspricht einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke. Aber Trittschalldämmung ist nicht gleich Trittschalldämmung. Es gibt Materialien aus Polyethylen-Schaum (PE-Schaum, ein leichter Kunststoffschaum), Polystyrol (ein härterer Schaumstoff, oft auch als Styropor bekannt), Kork (ein natürliches Dämmmaterial), Filz oder sogar Kombinationen mit integrierter Dampfsperre. Jedes Material hat unterschiedliche Dämmwerte, und diese werden in Dezibel (dB) angegeben. Eine gute Trittschalldämmung sollte mindestens 15-18 dB Trittschallminderung erreichen, Profi-Produkte schaffen sogar über 20 dB. Achte beim Kauf auf die Angabe des Trittschallverbesserungsmaßes – je höher, desto besser. Wichtig ist auch, ob dein Belag bereits eine integrierte Dämmung auf der Unterseite hat (viele moderne Laminat- und Vinylböden haben das). In diesem Fall ist eine zusätzliche Dämmung meist überflüssig oder sogar kontraproduktiv, weil der Boden dann zu weich wird und sich beim Begehen unnatürlich anfühlt. Das Verlegen der Trittschalldämmung selbst ist kinderleicht. Die Bahnen werden parallel zur späteren Verlegerichtung des Bodenbelags ausgerollt, an den Raummaßen zugeschnitten und aneinandergelegt. Die Ränder der einzelnen Bahnen werden mit Klebeband verbunden, damit beim späteren Verlegen des Bodens nichts verrutscht. An den Wänden bleibt ein kleiner Abstand (etwa 5-10 mm), der später von der Sockelleiste verdeckt wird. Manche Dämmungen haben bereits eine selbstklebende Rückseite oder sind werkseitig mit einer Dampfsperre laminiert – das spart Arbeitsschritte. Nach etwa 30 Minuten bis einer Stunde ist ein durchschnittlich großer Raum komplett mit Dämmung ausgelegt, und du kannst direkt mit dem Verlegen des Bodenbelags beginnen. Die Investition in eine gute Trittschalldämmung macht sich nicht nur für deine Nachbarn bemerkbar, sondern auch für dich selbst: Der Raum wirkt akustisch angenehmer, Schritte klingen gedämpfter, und der Boden fühlt sich weniger hart und 'klackig' an.
Klicke auf eines der wichtigsten Heimwerker-Projekte
Klare Schritte mit allen wichtigen Details
Direkte Links zu den besten Produkten bei vertrauten Partnern