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Anleitung: Unterkonstruktion für eine Holzterrasse bauen

Ein häufiger Irrtum unter Heimwerkern: Die Unterkonstruktion ist nur ein simples Balkengerüst, bei dem die genaue Ausführung nicht so wichtig ist. Tatsächlich entscheidet die Qualität der Unterkonstruktion über die gesamte Lebensdauer der Terrasse. Eine fachgerechte Unterkonstruktion besteht aus druckimprägnierten Kanthölzern in den Maßen 45x70 oder 60x80 Millimeter, die im rechten Winkel zur späteren Dielenrichtung verlegt werden. Der Balkenabstand richtet sich nach der Dielenstärke und beträgt bei 24 Millimeter dicken Dielen maximal 40 Zentimeter, bei 28 Millimeter dicken Dielen bis 50 Zentimeter. Die Lagerhölzer müssen dabei stets auf Punkt-Auflagern ruhen, niemals flächig auf dem Boden liegen, damit Luft zirkulieren kann und Feuchtigkeit schnell abtrocknet. Zwischen Holz und Untergrund gehört immer eine Trennschicht aus Gummipads oder Kunststoffplättchen, die Feuchtigkeit und direkten Erdkontakt verhindert. Alle Verbindungen werden mit Edelstahlschrauben oder feuerverzinkten Winkelverbindern ausgeführt, normale verzinkte Schrauben würden im Außenbereich binnen weniger Jahre durchrosten. Die Konstruktion muss ein Gefälle von 2 Prozent vom Gebäude weg aufweisen, damit Regenwasser sicher abläuft. Besonders wichtig sind Querverstrebungen alle 100 bis 150 Zentimeter, die ein Verdrehen der Längshölzer verhindern und die Konstruktion stabilisieren. An den Terrassenenden und an Stufen werden doppelte Balken gesetzt, die später die erhöhten Lasten an diesen Punkten tragen.

Anleitung

  1. Plane die Unterkonstruktion auf Papier: Zeichne die Terrassenfläche im Maßstab und trage alle Lagerhölzer ein. Die Hölzer verlaufen im rechten Winkel zur geplanten Dielenrichtung. Berechne den maximalen Balkenabstand nach der Dielenstärke.
  2. Schneide alle Lagerhölzer auf die benötigten Längen zu. Nutze dafür eine Kappsäge für exakte, rechtwinklige Schnitte. Beschrifte die Hölzer mit Nummern, damit du später weißt, wo welches Holz hingehört.
  3. Beginne mit dem ersten Lagerholz direkt an der Hauswand oder am Terrassenanfang. Lege es auf die vorbereiteten Punktfundamente oder Stelzlager und richte es exakt parallel zur Hauswand aus.
  4. Richte das erste Lagerholz mit Wasserwaage und Kreuzlinienlaser exakt waagerecht oder im geplanten Gefälle von 2 Prozent aus. Dieses Holz ist die Referenz für alle weiteren Balken und muss absolut präzise liegen.
  5. Verschraube das erste Lagerholz mit langen Edelstahlschrauben oder Winkelverbindern fest auf den Fundamentankern oder Stelzlagern. Das Holz darf sich nicht mehr verschieben können.
  6. Lege das zweite Lagerholz im berechneten Abstand parallel zum ersten aus. Nutze einen Abstandshalter aus Holz, um den Abstand exakt einzuhalten. Richte auch diesen Balken mit Wasserwaage und Richtlatte präzise aus.
  7. Kontrolliere mit einer langen Richtlatte quer über beide Lagerhölzer, dass sie exakt auf gleicher Höhe liegen und das Gefälle stimmt. Korrigiere falls nötig die Höhe durch Nachjustieren der Fundamente oder Stelzlager.
  8. Verschraube auch das zweite Lagerholz fest. Wiederhole den Vorgang für alle weiteren Lagerhölzer, bis die komplette Längskonstruktion steht. Kontrolliere jeden Balken einzeln mit Wasserwaage und Richtlatte.
  9. Schneide die Querverstrebungen zu, die alle 100 bis 150 Zentimeter zwischen die Lagerhölzer gesetzt werden. Diese Hölzer sollten die gleichen Abmessungen haben wie die Lagerhölzer.
  10. Befestige die Querverstrebungen mit Winkelverbindern oder Edelstahlschrauben schräg durch die Hölzer. Die Verstrebungen müssen versetzt angeordnet sein, damit sie sich nicht gegenseitig behindern.
  11. Verstärke kritische Bereiche wie Terrassenenden, Ecken oder geplante Stufenkanten mit doppelten Balken. Verschraube die doppelten Balken fest miteinander, sodass sie als Einheit wirken.
  12. Prüfe die gesamte Konstruktion ein letztes Mal: Lege eine lange Richtlatte in verschiedene Richtungen über die Unterkonstruktion und kontrolliere mit der Wasserwaage, dass alles plan und im korrekten Gefälle liegt. Ziehe alle Schrauben nochmals nach.

Werkzeuge

  • Zollstock
  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Richtlatte
  • Kreuzlinienlaser
  • Handkreissäge
  • Kappsäge / Gehrungssäge
  • Akkuschrauber
  • Schraubzwingen
  • Bohrer-Sets (Holz)

So einfach geht's

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