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Badewanne einbauen und verkleiden

Eine alte, abgenutzte Badewanne macht das tägliche Bad zur Qual statt zur Entspannung. Risse im Email, hartnäckige Verfärbungen oder eine veraltete Form – all das sind gute Gründe für einen Austausch. Der Einbau einer neuen Badewanne verwandelt dein Badezimmer grundlegend und steigert den Wohnkomfort erheblich. Moderne Wannen überzeugen durch ergonomische Formen, pflegeleichte Oberflächen und oft auch durch Energieeffizienz bei der Wärmespeicherung. Mit handwerklichem Geschick und systematischer Planung meisterst du dieses anspruchsvolle Projekt in ein bis zwei Tagen. Die größte Herausforderung liegt im korrekten Anschluss der Zu- und Ablaufleitungen sowie in der stabilen Aufstellung der Wanne. Eine professionell eingebaute Badewanne benötigt eine ebene, tragfähige Unterkonstruktion – meist aus Wannenfüßen oder einem Wannenträger aus Hartschaum. Diese Unterkonstruktion trägt nicht nur das Gewicht der Wanne, sondern auch das Gewicht des Wassers und der badenden Person – insgesamt können das über 300 Kilogramm sein. Die Verkleidung der Wanne erfüllt mehrere Funktionen: Sie verdeckt die technischen Installationen, bietet Revisionsöffnungen für Wartungsarbeiten und gibt dem Badezimmer ein ästhetisches Erscheinungsbild. Dabei hast du die Wahl zwischen vorgefertigten Wannenschürzen aus Acryl, individuell gefliesten Verkleidungen oder Leichtbauwänden aus Gipskarton. Die Abdichtung zwischen Wanne und Wand ist kritisch – undichte Stellen führen zu Wasserschäden und Schimmelbildung. Verwende spezielles Wannendichtband und hochwertiges Sanitärsilikon für eine dauerhafte Abdichtung. Plane ausreichend Zeit für die Montage ein und arbeite sorgfältig – Fehler rächen sich hier durch teure Wasserschäden.

Anleitung

  1. Entferne die alte Badewanne, falls vorhanden. Drehe zuerst das Wasser ab und löse die Anschlüsse von Zu- und Ablauf. Schütze den Boden mit Pappe oder alten Decken, um Beschädigungen beim Transport zu vermeiden. Entsorge die alte Wanne fachgerecht über den Wertstoffhof oder beauftrage einen Entsorgungsdienst.
  2. Prüfe die Bodenbeschaffenheit und den Untergrund. Der Boden muss eben, sauber und tragfähig sein. Entferne alte Fliesenkleber-Reste oder Unebenheiten. Bei unebenen Böden gleiche Höhenunterschiede mit Ausgleichsmasse aus. Kontrolliere, ob die Wasser-Anschlüsse an der richtigen Position sind und funktionieren.
  3. Positioniere den Wannenträger oder die Wannenfüße an der vorgesehenen Stelle. Bei einem Hartschaum-Wannenträger setze die Badewanne probeweise auf den Träger und prüfe die Passform. Bei Wannenfüßen montiere diese nach Herstellerangabe an der Unterseite der Wanne. Achte darauf, dass alle Füße gleichmäßig aufliegen und die Wanne nicht wackelt.
  4. Richte die Badewanne mit der Wasserwaage exakt waagerecht aus. Die Wanne darf kein Gefälle haben, sonst sammelt sich Wasser an einer Seite. Justiere die Höhe der Wannenfüße mit den Verstellmechanismen, bis die Wanne in alle Richtungen perfekt ausgerichtet ist. Kontrolliere die Ausrichtung mehrfach von verschiedenen Seiten.
  5. Befestige die Badewanne mit Befestigungswinkeln an der Wand. Bohre Löcher in die Wand, setze Dübel ein und schraube die Winkel fest. Die Winkel verhindern, dass die Wanne verrutscht oder kippt. Ziehe die Schrauben fest an, aber achte darauf, die Wanne nicht zu verspannen oder zu verformen.
  6. Schließe den Wannen-Ablauf an. Setze die Ablaufgarnitur nach Herstelleranleitung ein und dichte alle Verbindungen mit den mitgelieferten Gummidichtungen ab. Verbinde das Ablaufrohr mit dem Siphon und teste die Verbindung auf Dichtigkeit, indem du etwas Wasser einlässt und den Ablauf beobachtest.
  7. Bringe das Wannendichtband zwischen Wanne und Wand an. Dieses selbstklebende Band verhindert, dass Wasser hinter die Wanne läuft. Drücke das Band fest an und achte darauf, dass es ohne Falten und Lücken aufliegt. An den Ecken schneide das Band in einem 45-Grad-Winkel, damit es sauber anschließt.
  8. Verfuge die Übergänge zwischen Wanne und Wand mit Sanitärsilikon. Ziehe eine gleichmäßige Silikonraupe und glätte sie sofort mit einem angefeuchteten Finger oder Fugenglätter. Das Silikon bildet eine dauerhafte elastische Abdichtung, die Bewegungen der Wanne ausgleicht. Lass das Silikon mindestens 24 Stunden aushärten.
  9. Plane die Wannenverkleidung und markiere die Position der Unterkonstruktion. Die Verkleidung sollte eine Revisionsöffnung haben, um bei Bedarf an den Siphon zu gelangen. Markiere die Positionen für die tragenden Profile oder Leisten auf dem Boden und an der Wand.
  10. Baue die Unterkonstruktion für die Wannenverkleidung. Bei einer Trockenbau-Verkleidung montiere UD-Profile am Boden und CW-Profile als Ständerwerk. Die Konstruktion muss stabil sein, aber nicht zu nah an der Wanne stehen. Lasse etwa 2-3 cm Abstand, um Verspannungen zu vermeiden.
  11. Bringe die Verkleidungsplatten an. Schneide imprägnierte Gipskartonplatten auf die benötigten Maße zu und verschraube sie mit der Unterkonstruktion. Setze eine Revisionsöffnung ein, die später mit einer Revisionsklappe verschlossen wird. Die Platten müssen fest sitzen, dürfen aber nicht unter Spannung stehen.
  12. Verfliese die Wannenverkleidung oder bringe eine Wannenleiste an. Bei einer gefliesten Verkleidung grundiere die Platten zuerst und trage dann Fliesenkleber auf. Bei einer Wannenleiste schraube oder klebe diese gemäß Herstellerangabe an die Wannenkante. Achte auf einen dichten Abschluss ohne Lücken, durch die Wasser eindringen könnte.

Werkzeuge

  • Akkuschrauber
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Rohrzange
  • Kartuschenpresse
  • Cuttermesser
  • Schraubendreher
  • Eimer
  • Schwamm
  • Schraubenschlüssel-Set

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