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Erdungsband im Streifenfundament verlegen (lassen)

Das Erdungsband kommt irgendwo in den Beton – ein Irrtum der teure Nachbesserungen nach sich ziehen kann. Profis wissen: Die Fundamenterdung (leitfähige Verbindung zwischen Elektroanlage und Erdreich im Fundament) ist ein kritischer Bestandteil jeder Elektroinstallation und muss normgerecht verlegt werden bevor der Beton gegossen wird. Viele Bauherren vergessen diesen Schritt oder verlegen das Band falsch was später massive Probleme verursacht. Eine korrekte Fundamenterdung schützt vor Blitzschlag leitet Fehlerströme sicher ab und ist Pflicht nach DIN 18014. Das Erdungsband aus verzinktem Stahl oder Edelstahl wird umlaufend im Streifenfundament verlegt an den Ecken fachgerecht verbunden und an definierten Stellen nach oben herausgeführt. Diese Austrittspunkte dienen später dem Anschluss der Hausinstallation. Wer hier Fehler macht – falsches Material unzureichende Überdeckung fehlende Verbindungen – riskiert nicht nur die Abnahme durch den Elektriker sondern auch die Sicherheit der gesamten Elektroanlage. Das Erdungsband muss als geschlossener Ring ausgeführt werden und mindestens 80 Prozent der umbauten Fläche erfassen. Bei Gebäuden mit Blitzschutzanlage gelten erweiterte Anforderungen. Diese Anleitung erklärt die Grundlagen der Fundamenterdung zeigt die korrekte Verlegung und macht deutlich wann zwingend eine Elektrofachkraft hinzugezogen werden muss. Denn eins ist klar: Die Erdung ist kein Do-it-yourself-Projekt für Laien aber Bauherren sollten wissen worauf es ankommt.

Anleitung

  1. Plane die Verlegung des Erdungsbands vor dem Betonieren sorgfältig. Das Band muss umlaufend im Fundament verlegt werden und darf nicht unterbrochen sein. Zeichne einen Plan wo das Band verläuft und wo die Austrittspunkte nach oben geführt werden. Stimme den Plan mit dem Elektriker ab!
  2. Wähle das richtige Material: Verzinkter Stahl (30×3,5 mm Querschnitt) nach DIN 18014 ist Standard für normale Wohngebäude. Bei aggressiven Böden (hoher Salzgehalt Säure pH unter 5) kann Edelstahl erforderlich sein. Das Material muss korrosionsbeständig sein da es dauerhaft im feuchten Beton liegt.
  3. Berechne die benötigte Länge des Erdungsbands. Miss den Umfang des Fundaments und plane etwa 10-15 Prozent mehr Material ein für Überlappungen an Ecken Verbindungsstellen und die senkrecht nach oben geführten Austrittspunkte. Bei einem 10×8 Meter Fundament brauchst du etwa 40 Meter Band.
  4. Lege das Erdungsband auf die Sauberkeitsschicht oder die untere Bewehrungslage. Es sollte mindestens 5 cm Betonüberdeckung haben also nicht direkt auf dem Untergrund liegen. Optimal ist eine Position im unteren Drittel des Fundaments etwa 10-15 cm über der Fundamentsohle.
  5. Fixiere das Band mit Abstandhaltern (Betonabstandhalter oder Distanzstücke) oder binde es mit Bindedraht an der Bewehrung fest. Das Band darf beim Betonieren nicht verrutschen oder nach oben wandern. Fixiere es alle 1-2 Meter damit es seine Position behält. Achte darauf dass die Fixierung die elektrische Leitfähigkeit nicht beeinträchtigt.
  6. Verbinde die Enden des Bands an den Ecken mit zugelassenen Bandverbindern (spezielle Metallverbinder für Erdungsbänder). Diese müssen fest verschraubt werden und einen dauerhaften elektrischen Kontakt gewährleisten. Vor dem Verschrauben: Kontaktflächen mit Drahtbürste reinigen um Oxidschichten zu entfernen. Ziehe die Schrauben mit dem Schraubenschlüssel fest an!
  7. Führe das Erdungsband an mindestens zwei Stellen (besser vier – je eine an jeder Hausseite) senkrecht nach oben aus dem Fundament heraus. Diese Austrittspunkte dienen später dem Anschluss der Elektroinstallation. Das Band sollte mindestens 50 cm über die Oberkante des Fundaments herausragen damit der Elektriker gut anschließen kann.
  8. Markiere die Austrittspunkte deutlich mit farbigen Bändern Fähnchen oder wasserfesten Schildern damit sie beim Mauern oder weiteren Bauarbeiten nicht beschädigt oder zugeschüttet werden. Fotografiere die Positionen und trage sie in deinen Bauplan ein. Die Austrittspunkte müssen später leicht zugänglich sein!
  9. Schütze die herausgeführten Enden vor Korrosion und mechanischer Beschädigung. Wickle sie provisorisch in Folie ein oder versehe sie mit Schutzkappen aus Kunststoff. Achte darauf dass die Enden beim Betonieren nicht mit Beton verschmutzt werden – Beton ist schwer wieder abzubekommen und beeinträchtigt die Leitfähigkeit.
  10. Dokumentiere die Lage des Erdungsbands ausführlich mit Fotos von allen Seiten und detaillierten Skizzen mit Maßen. Diese Unterlagen sind wichtig für spätere Elektroarbeiten die Abnahme durch den Netzbetreiber und eventuelle spätere Renovierungen. Notiere auch die Position der Austrittspunkte genau.
  11. Lasse die korrekte Verlegung und den späteren elektrischen Anschluss durch eine Elektrofachkraft prüfen und abnehmen. Die Erdung muss nach DIN VDE 0100-540 funktionsfähig sein bevor das Gebäude in Betrieb genommen wird. Die Abnahme ist gesetzlich vorgeschrieben und die Versicherung kann bei Schäden die Leistung verweigern wenn keine Abnahme vorliegt!
  12. Nach dem Betonieren: Prüfe ob die Austrittspunkte sichtbar und zugänglich geblieben sind. Bei Bedarf vorsichtig freilegen und für die spätere Installation vorbereiten. Der Elektriker muss die Erdung messen (Erdungswiderstand sollte unter 10 Ohm besser unter 5 Ohm liegen) und an die Hausinstallation anschließen.

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  • Zollstock
  • Drahtbürste
  • Seitenschneider
  • Wasserwaage
  • Bleistift
  • Schraubenschlüssel-Set

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