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'Meine Fassadenfarbe ist so teuer, die hat die Grundierung schon drin!' – Falsch. Dieser Glaube ist der häufigste Grund für abblätternde Fassadenfarbe. Eine Fassade ist extremen Bedingungen ausgesetzt. Der Untergrund (Putz) ist oft unterschiedlich saugfähig, 'sandet' (gibt feine Körner ab) oder ist alt und porös. Das Geheimnis eines langlebigen Anstrichs ist die Grundierung. Sie ist das 'doppelseitige Klebeband' zwischen Wand und Farbe. Bei porösen, saugenden oder sandenden Untergründen verwendet man Tiefengrund (dünnflüssige Grundierung zur Verfestigung). Er dringt tief ein, verfestigt die Oberfläche und sorgt dafür, dass die Farbe gleichmäßig trocknet, statt 'aufzubrennen' (zu schnell einzuziehen). Bei glatten, nicht saugenden Untergründen (z.B. alter Lackanstrich) oder bei Reparaturstellen verwendet man einen Pigmentierten Haftgrund (Grundierung zur Haftvermittlung). Dieser ist dicker, enthält kleine Körner und stellt eine griffige Oberfläche her. Die Grundierung wird satt mit Quast oder Rolle aufgetragen und muss vollständig trocknen, bevor die Farbe kommt. Das Grundieren verdoppelt die Haltbarkeit des Endanstrichs.
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