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Gabionen aufstellen und befüllen

Viele Heimwerker glauben, Gabionen könne man einfach auf den Rasen stellen und mit Steinen füllen – fertig ist die Gartenmauer. Dieser weit verbreitete Irrtum führt zu schiefen, absackenden und im schlimmsten Fall umkippenden Steinwänden. Gabionen sind Drahtkörbe, die mit Steinen gefüllt werden und als Sichtschutz, Stützmauer oder Gestaltungselement dienen. Trotz ihrer einfachen Konstruktion benötigen sie eine solide Basis und fachgerechte Montage. Das Hauptproblem beim direkten Aufstellen auf Gras oder Erde: Der Untergrund ist weich und gibt unter dem immensen Gewicht der befüllten Körbe nach. Eine Gabione von 2 Meter Länge, 40 Zentimeter Tiefe und 1,50 Meter Höhe wiegt komplett gefüllt etwa 600 bis 800 Kilogramm. Auf weichem Untergrund sinken die Körbe ungleichmäßig ein, kippen nach vorne oder zur Seite. Die richtige Vorbereitung beginnt mit einem tragfähigen Untergrund. Dafür hebst du einen Graben aus, der etwa 30 Zentimeter tief und etwas breiter als die Gabione ist. Dieser Graben wird mit verdichtetem Schotter gefüllt – das schafft eine stabile, frostsichere Basis. Ohne diese Grundlage verschieben sich die Körbe bei Frost, wenn der Boden gefriert und wieder auftaut. Ein weiterer häufiger Irrtum: Die Gabionen werden einzeln aufgestellt und nicht miteinander verbunden. Dabei ist die Verbindung der Körbe untereinander entscheidend für die Stabilität. Moderne Gabionen-Systeme haben Verbindungsklammern oder Spiralen, mit denen die einzelnen Körbe fest miteinander verschraubt werden. Eine durchgehende Gabionenwand wird so zu einer stabilen Einheit, die nicht einzeln kippen kann. Die Befüllung der Körbe ist ebenfalls wichtiger als gedacht. Viele werfen die Steine einfach wahllos in die Körbe – das führt zu Hohlräumen und ungleichmäßiger Gewichtsverteilung. Profis schichten die Steine lagig und achten darauf, dass große Steine außen an den Sichtflächen liegen. Im Inneren können auch kleinere Steine verwendet werden. Die Außensteine sollten möglichst flach anliegen, damit die Gabione eine gleichmäßige Oberfläche erhält. Bei hohen Gabionen über 1,20 Meter empfiehlt sich eine lagenweise Befüllung: Fülle etwa 30 Zentimeter hoch, setze dann Distanzhalter zwischen die beiden Drahtseiten ein, fülle weiter. Diese Distanzhalter verhindern, dass sich die Drahtwände durch das Steingewicht nach außen wölben. Ohne Distanzhalter bekommt die Gabione eine bauchige Form und verliert an Stabilität. Die Wahl der Füllsteine ist ebenfalls wichtig. Die Steine sollten größer sein als die Maschenweite des Drahtgitters, damit sie nicht durch die Maschen rutschen können. Üblich sind Korngrößen von 60 bis 120 Millimeter. Zu kleine Steine fallen durch, zu große lassen zu viele Lücken. Rechne pro Kubikmeter Gabione mit etwa 1,6 bis 1,8 Tonnen Steinmaterial – das Gewicht variiert je nach Steinart. Gabionen aus verzinktem Stahl sind langlebig, aber das Drahtgitter muss qualitativ hochwertig sein. Billiger, dünnwandig verzinkter Draht rostet durch und die Gabione zerfällt nach wenigen Jahren. Achte auf schwer verzinkten Draht mit mindestens 4 Millimeter Drahtstärke. Bei höheren Gabionen oder an Hanglagen sollten die Körbe zusätzlich mit Pfosten im Boden verankert werden. Diese Pfosten werden in Betonfundamente gesetzt und mit den Gabionen verschraubt. Das verhindert ein Umkippen bei Hangdruck oder Winddruck. Deine selbst aufgestellten Gabionen werden bei fachgerechter Montage jahrzehntelang halten und deinem Garten eine moderne, klare Struktur geben.

Anleitung

  1. Plane die Position und Länge der Gabionenwand. Miss die verfügbare Fläche aus und markiere den Verlauf mit Pflöcken und einer gespannten Schnur. Berücksichtige die Standardmaße der Gabionen-Körbe – üblich sind Längen von 1,00 bis 2,50 Meter und Höhen von 0,50 bis 2,00 Meter. Die Tiefe liegt meist zwischen 25 und 50 Zentimeter. Plane so, dass die Körbe ohne Schneiden aneinander passen.
  2. Hebe einen Graben für das Schotterfundament aus. Der Graben sollte etwa 30 Zentimeter tief und 10 Zentimeter breiter sein als die Gabione. Bei einer 40 Zentimeter tiefen Gabione ist der Graben also 50 Zentimeter breit. Lockere den Boden am Grund des Grabens auf und entferne Wurzeln und Steine. Der Graben muss gerade verlaufen und eine gleichmäßige Tiefe haben.
  3. Fülle den Graben mit Schotter und verdichte ihn lagenweise. Schütte eine erste Lage von 10 Zentimeter Schotter ein und stampfe sie fest. Wiederhole das zweimal, bis der Graben zu etwa zwei Dritteln gefüllt ist. Die obersten 10 Zentimeter bleiben locker für die Feinausrichtung. Verdichteter Schotter bildet einen frostsicheren, stabilen Untergrund, der sich nicht setzt.
  4. Richte das Schotterbett mit der Richtlatte waagerecht aus. Ziehe die oberste Schotterlage mit der Richtlatte glatt ab und kontrolliere mit der Wasserwaage. Das Schotterbett muss absolut eben sein, damit die Gabionen später nicht schief stehen. Bei Hanglagen kann das Schotterbett stufenförmig angelegt werden.
  5. Stelle die ersten Gabionen-Körbe auf das Schotterbett. Setze die Körbe exakt auf die markierte Position und richte sie mit der Wasserwaage aus. Kontrolliere sowohl die senkrechte Ausrichtung als auch die Flucht zur gespannten Schnur. Die Körbe müssen von Anfang an korrekt stehen – spätere Korrekturen sind schwierig.
  6. Verbinde die Gabionen-Körbe miteinander. Verwende die mitgelieferten Verbindungsklammern oder Spiralen. Diese werden durch die Drahtmaschen der benachbarten Körbe geschraubt oder gedreht und verbinden die Körbe fest miteinander. Beginne oben und arbeite dich nach unten durch. Eine durchgehende Verbindung macht die Gabionenwand stabil und verhindert, dass einzelne Körbe kippen.
  7. Befestige bei hohen Gabionen zusätzlich Pfosten zur Stabilisierung. Grabe an den Enden und eventuell in der Mitte Löcher von 60 bis 80 Zentimeter Tiefe. Setze verzinkte Metallpfosten ein und richte sie senkrecht aus. Fülle die Löcher mit Beton und lass ihn mindestens 24 Stunden aushärten. Verschraube dann die Gabionen mit den Pfosten.
  8. Beginne mit der Befüllung der Gabionen. Lege zuerst die größten und flachsten Steine von Hand an die Außenseiten der Drahtkörbe. Diese Steine bilden die sichtbare Oberfläche und sollten möglichst gleichmäßig und ansprechend aussehen. Positioniere sie so, dass sie möglichst flach und dicht am Drahtgitter anliegen. Das gibt der Gabione eine glatte, strukturierte Optik.
  9. Fülle das Innere der Gabione mit kleineren Steinen auf. Kippe die Steine nicht einfach hinein, sondern schichte sie gleichmäßig. Vermeide große Hohlräume, indem du kleinere Steine zwischen größere setzt. Das Innere muss nicht perfekt aussehen, aber die Gewichtsverteilung sollte gleichmäßig sein. Fülle zunächst etwa 30 Zentimeter hoch.
  10. Setze Distanzhalter ein, sobald die erste Lage etwa 30 Zentimeter hoch gefüllt ist. Diese Metall- oder Kunststoffstäbe werden zwischen die beiden Drahtseiten gespannt und verhindern, dass sich die Wände nach außen wölben. Ohne Distanzhalter bekommt die Gabione durch das Steingewicht eine bauchige Form. Platziere die Distanzhalter im Abstand von etwa 50 Zentimeter.
  11. Fülle die nächste Lage Steine ein. Arbeite dich lagenweise nach oben und setze alle 30 Zentimeter neue Distanzhalter. Lege auch in den oberen Lagen große, flache Steine außen an die Sichtflächen. Achte darauf, dass die Körbe gleichmäßig gefüllt werden und keine Seite schwerer wird als die andere – das könnte zu Schiefstand führen.
  12. Fülle die Gabione bis zur Oberkante mit Steinen. Die oberste Lage sollte leicht über den Drahtrand hinausragen, damit die Steine fest sitzen, wenn der Deckel aufgesetzt wird. Ordne die obersten Steine sorgfältig, da sie von oben sichtbar sind. Verwende auch hier große, flache Steine für eine ansprechende Optik.
  13. Setze den Deckel der Gabione auf und befestige ihn. Klappe den Deckel herunter und verschließe ihn mit den Verbindungsklammern oder Spiralen. Arbeite dich rundherum vor und achte darauf, dass der Deckel überall fest sitzt. Der Deckel verhindert, dass Steine herausfallen und stabilisiert die Konstruktion zusätzlich.
  14. Kontrolliere die fertig gefüllten Gabionen auf Stabilität. Prüfe, ob alle Körbe fest verbunden sind und senkrecht stehen. Rüttle leicht an der Konstruktion – sie sollte sich nicht bewegen. Kontrolliere auch, ob sich die Drahtseiten gewölbt haben. Leichte Wölbungen sind normal, starke Ausbuchtungen deuten auf fehlende oder zu wenige Distanzhalter hin.
  15. Sichere bei Hanglagen oder windexponierten Standorten die Gabionen zusätzlich mit Erdankern. Schlage verzinkte Erdanker schräg hinter den Gabionen in den Boden und verbinde sie mit Draht oder Stahlseilen mit den Körben. Das verhindert ein Kippen bei Hangdruck oder starkem Wind.
  16. Reinige die Drahtkörbe von Schmutz und Steinstaub. Entferne lose Steinsplitter zwischen den Maschen. Bei verzinkten Gabionen kannst du die Drahtoberfläche mit einer weichen Bürste abbürsten. Die fertig aufgestellten Gabionen benötigen keine weitere Wartung und sind sofort einsatzbereit.

Werkzeuge

  • Akkuschrauber
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Maßband
  • Richtlatte
  • Schlagschnur (Kreide)
  • Gummihammer
  • Hammer
  • Schraubendreher
  • Bleistift
  • Handschuhe
  • Schutzbrille

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