In 5 Sekunden zur perfekten Anleitung.
Mit Profi-Tipps und den besten Produkten.
Projekte werden geladen...
Ein weit verbreiteter Irrtum beim Pflastern ist die Annahme, dass Einkehren und Abrütteln reine Abschlussarbeiten sind, die man auch weglassen oder vereinfachen kann. Falsch gedacht! Diese beiden Schritte sind keine optionale Nachbearbeitung, sondern der entscheidende Abschluss, der darüber bestimmt, ob dein Pflaster langfristig stabil bleibt oder sich nach kurzer Zeit setzt und wellig wird. Viele Heimwerker begehen den Fehler, nur einmal Fugensand einzukehren und dann fertig zu sein. Das Ergebnis: Nach dem ersten Regen sind die Fugen halb leer, Steine wackeln und die Fläche verliert ihre Stabilität. Der richtige Ablauf sieht anders aus: Einkehren, abrütteln, nochmals einkehren, nochmals abrütteln – dieser Zyklus wird mindestens dreimal wiederholt. Erst dann sind die Fugen wirklich vollständig gefüllt und die Steine fest miteinander verzahnt. Ein zweiter häufiger Irrtum betrifft den Fugensand selbst: Normaler Bausand oder Spielsand sind ungeeignet. Was du brauchst, ist gewaschener Fugensand mit einer Körnung von 0-2 Millimetern. Dieser Sand enthält keine Lehmanteile und keine organischen Bestandteile, die später verrotten oder ausblühen könnten. Billiger Sand aus dem Baumarkt führt oft zu hässlichen Flecken auf den Steinen oder zu Pflanzenwuchs in den Fugen. Der dritte Irrtum: Viele denken, man könne mit einem normalen Besen einkehren. Das funktioniert zwar oberflächlich, aber nur ein Straßenbesen mit harten Borsten bringt den Sand tief genug in die Fugen. Mit einem weichen Haushaltsbesen streifst du den Sand nur über die Oberfläche, ohne dass er in die Tiefe gelangt. Auch beim Abrütteln gibt es Fehlerquellen: Eine Rüttelplatte ohne Gummimatte kann harte Steine beschädigen und Kratzer hinterlassen. Außerdem muss die Platte mehrmals aus verschiedenen Richtungen über die Fläche geführt werden, damit sich die Steine gleichmäßig setzen. Einmal drüberlaufen reicht nicht aus. Der Zeitpunkt ist ebenfalls kritisch: Einkehren und Abrütteln darf nur bei trockenem Wetter erfolgen. Feuchter Sand klebt in den Fugen und lässt sich nicht richtig verdichten. Nach Regen musst du warten, bis die Fläche vollständig abgetrocknet ist. Wer diese Irrtümer vermeidet und den Vorgang sorgfältig durchführt, erhält ein Pflaster, das fest, eben und dauerhaft stabil bleibt.
Klicke auf eines der wichtigsten Heimwerker-Projekte
Klare Schritte mit allen wichtigen Details
Direkte Links zu den besten Produkten bei vertrauten Partnern