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Haussockel neu verputzen

Der Haussockel (unterster Teil der Außenwand, meist 30-60 cm hoch) ist besonders belastet durch aufsteigende Feuchtigkeit, Spritzwasser, Frost und mechanische Beanspruchung. Ein intakter Sockelputz schützt das Mauerwerk vor Schäden und Durchfeuchtung. Bei Rissen, Abplatzungen oder durchfeuchtetem Putz muss der Sockel neu verputzt werden. Dafür wird zunächst der alte Putz entfernt, der Untergrund gereinigt und gegebenenfalls eine Abdichtung (Sperrschicht gegen aufsteigende Feuchtigkeit) angebracht. Als Putz kommt ein spezieller Sockelputz zum Einsatz, der wasserabweisend, frostbeständig und diffusionsoffen (lässt Wasserdampf durch) ist. Der Sockelputz wird in zwei Schichten aufgetragen: zuerst eine Unterputzschicht (Haftschicht, ca. 1 cm dick), dann nach dem Trocknen eine Oberputzschicht (Deckschicht, ca. 0,5 cm dick) für die Optik. Alternativ kann ein Einlagenputz (Putz in einer Schicht aufgetragen) verwendet werden. Nach dem Aushärten wird der Sockelputz meist mit einer Sockelfarbe gestrichen, die zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit bietet. Die Arbeit erfordert Sorgfalt bei der Vorbereitung und der Wahl der Materialien. Eine Sockelputz-Sanierung ist anspruchsvoll, aber mit Geduld und der richtigen Technik auch für versierte Heimwerker machbar.

Anleitung

  1. Entferne den alten, beschädigten Sockelputz vollständig mit Hammer und Meißel. Schlage den Putz bis auf das Mauerwerk ab und entferne alle losen, hohlen und durchfeuchteten Bereiche. Der Untergrund muss tragfähig und trocken sein. Schütze den Boden mit Planen und tragen Sie Schutzausrüstung.
  2. Bürste den Untergrund gründlich mit einer Drahtbürste ab, um Staub, Mörtelreste und lose Partikel zu entfernen. Sauge den Bereich mit einem Industriestaubsauger ab. Lass das Mauerwerk vollständig trocknen (bei Durchfeuchtung können mehrere Wochen nötig sein).
  3. Prüfe ob eine funktionierende Horizontalsperre (Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk) vorhanden ist. Falls nicht oder bei durchfeuchtetem Mauerwerk, solltest di eine nachträgliche Abdichtung anbringen. Bei Unsicherheit ziehe einen Fachmann hinzu - ohne funktionierende Sperre wird der neue Sockelputz erneut durchfeuchten.
  4. Trage einen Putzgrund (Haftgrundierung für Sockelputz) mit einer Quastbürste oder Rolle auf das Mauerwerk auf. Der Putzgrund verbessert die Haftung des Sockelputzes und reguliert die Saugfähigkeit des Untergrunds. Arbeite satt und gleichmäßig. Lass den Putzgrund gemäß Herstellerangabe antrocknen (meist 4-24 Stunden).
  5. Mische den Sockelputz gemäß Herstellerangabe mit sauberem Wasser in einem Mörteleimer. Verwende einen Rührquirl mit Bohrmaschine, um eine klumpenfreie, cremige Konsistenz zu erreichen. Der Putz sollte gut streichfähig sein, aber nicht vom Spachtel laufen. Mische nur so viel an, wie du in 1-2 Stunden verarbeiten kannst.
  6. Trage die erste Sockelputzschicht (Unterputz, ca. 1 cm dick) mit einer Kelle oder Glätter auf das Mauerwerk auf. Arbeite von unten nach oben und drücke den Putz fest an, um eine gute Haftung zu erreichen. Ziehe die Oberfläche mit der Kelle glatt, aber lass sie leicht aufgeraut für die Haftung der zweiten Schicht.
  7. Für zusätzliche Stabilität kannst du ein Armierungsgewebe (Glasfasergewebe, ca. 15-20 cm breit) in den frischen Unterputz einbetten. Drücke das Gewebe mit der Kelle fest in den Putz und lass es 5-10 cm überlappen. Überdecke das Gewebe mit einer dünnen Putzschicht.
  8. Lass den Unterputz gemäß Herstellerangabe vollständig trocknen und aushärten. Sockelputz benötigt meist 24-48 Stunden bei normalen Temperaturen (5-25 °C). Schütze den frischen Putz vor Regen, Frost und direkter Sonneneinstrahlung. Bei großen Flächen kann die Trocknungszeit länger sein (bis zu 7 Tage).
  9. Feuchte den Unterputz leicht an und trage die zweite Schicht (Oberputz, ca. 0,5 cm dick) auf. Arbeite wieder von unten nach oben und ziehe die Oberfläche mit der Kelle oder einem Glätter glatt. Die Oberputzschicht dient der Optik und dem Schutz - sie sollte gleichmäßig und ohne Unebenheiten sein.
  10. Glätte den Oberputz mit einem Glätter oder Reibebrett, solange er noch feucht und formbar ist. Für eine glatte Oberfläche arbeite mit kreisenden Bewegungen. Für eine strukturierte Oberfläche (z. B. Kratzputz) verwende ein Reibebrett oder eine Strukturrolle. Die Struktur sollte gleichmäßig und zur übrigen Fassade passend sein.
  11. Lass den Oberputz vollständig aushärten, bevor du ihn streichst oder weiter bearbeitest. Die Aushärtezeit beträgt je nach Produkt und Witterung 7-14 Tage. Schütze den Putz während dieser Zeit vor starkem Regen, Frost und direkter Sonneneinstrahlung. Der Sockelputz muss vollständig durchgetrocknet sein.
  12. Nach dem Aushärten kannst du den Sockelputz mit einer speziellen Sockelfarbe streichen oder mit einer wasserabweisenden Versiegelung behandeln. Sockelfarbe bietet zusätzlichen Schutz vor Feuchtigkeit, Schmutz und mechanischer Belastung. Wähle eine diffusionsoffene Farbe, damit der Sockel atmen kann. Trage die Farbe in 1-2 Schichten auf.

Werkzeuge

  • Hammer
  • Meißel
  • Reibebrett oder Strukturrolle
  • Drahtbürste
  • Rührstab
  • Industriesauger
  • Schutzbrille
  • Atemschutz
  • Handschuhe
  • Quast
  • Glättkelle
  • Mörtelkübel

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