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Holzfenster von innen lackieren

Holzfenster von innen zu lackieren ist eine der effektivsten Maßnahmen um alte Fenster aufzufrischen und ihnen neuen Glanz zu verleihen. Im Gegensatz zum Außenanstrich der Wind und Wetter ausgesetzt ist hat der Innenanstrich vor allem optische Funktion – er muss nicht gegen Regen und UV-Strahlung schützen. Das macht die Arbeit deutlich einfacher und auch für Heimwerker gut machbar. Der wichtigste Schritt beim Fensterlackieren ist die Vorbereitung: Der alte Lack muss gründlich angeschliffen werden damit der neue Lack haftet. Viele Heimwerker überspringen diesen Schritt und ärgern sich später wenn der neue Lack abblättert. Die Profis schleifen mit verschiedenen Körnungen – erst grob (Körnung 80-120) um alte Lackschichten anzurauen, dann fein (Körnung 180-240) für eine glatte Oberfläche. Beschädigte Stellen werden ausgespachtelt und nach dem Trocknen bündig geschliffen. Das Abkleben ist beim Fensterlackieren besonders wichtig – Glasscheiben müssen präzise abgeklebt werden, am besten 2-3 mm vom Rahmen entfernt damit der Lack eine Wasserfalz bildet. Bei der Lackwahl gilt: Acryllack für innen ist die beste Wahl – er ist geruchsarm, trocknet schnell und lässt sich gut verarbeiten. Kunstharzlack riecht stärker und braucht länger zum Trocknen, ist aber robuster. Die richtige Streichrichtung folgt der Holzmaserung – so werden Streifen vermieden. Meist sind zwei dünne Anstriche besser als ein dicker – das verhindert Nasenbildung und Tropfen. Dieser Ratgeber zeigt dir wie du Holzfenster von innen professionell lackierst.

Anleitung

  1. Demontiere Fenstergriffe und Beschläge. Schraube Fenstergriffe ab – das erleichtert das Lackieren enorm und verhindert Farbspritzer auf den Beschlägen. Auch andere abnehmbare Teile wie Schließbleche oder Dichtungen soweit möglich entfernen. Klebe nicht abnehmbare Beschläge sorgfältig mit Malerkrepp ab. Wenn möglich: Fensterflügel aushängen und waagerecht auf Böcke legen – so lässt sich viel bequemer und tropffrei arbeiten!
  2. Reinige den Fensterrahmen gründlich. Wische Fensterrahmen mit feuchtem Schwamm und mildem Reinigungsmittel ab um Staub, Fett und Schmutz zu entfernen. Besonders gründlich in den Ecken und Kanten reinigen – hier sammelt sich oft jahrelanger Schmutz. Nikotinablagerungen mit Spezialreiniger entfernen. Lasse den Rahmen vollständig trocknen bevor du weiterarbeitest – Feuchtigkeit im Holz verhindert gute Lackhaftung!
  3. Schleife den alten Lack gründlich an. Das ist der wichtigste Schritt! Der alte Lack muss angeraut werden damit der neue haftet. Verwende Schleifpapier Körnung 80-120 und schleife die gesamte zu lackierende Fläche gleichmäßig ab. Bei intaktem Lack reicht Anschleifen – der Lack muss nicht komplett runter. Bei abblätterndem oder rissigem Lack bis aufs Holz schleifen. Arbeite mit der Holzmaserung nicht quer dazu. Sauge den Schleifstaub gründlich ab!
  4. Bessere Beschädigungen mit Holzspachtelmasse aus. Kleine Risse, Löcher oder Dellen mit Holzspachtelmasse füllen (passenden Farbton wählen!). Spachtelmasse mit Spachtel bündig auftragen – nicht überstehen lassen. Lasse die Masse vollständig durchtrocknen (meist 2-4 Stunden je nach Dicke). Schleife gespachtelte Stellen mit feinem Schleifpapier (Körnung 180-240) bündig und glatt – die Reparatur sollte nicht mehr fühlbar sein.
  5. Feinschliff für perfekte Oberfläche. Nach dem groben Schliff und Spachteln folgt der Feinschliff mit Körnung 180-240. Damit wird die Oberfläche schön glatt und der neue Lack bekommt optimale Haftung. Wieder mit der Maserung arbeiten, gleichmäßigen Druck ausüben. Dieser Schritt macht den Unterschied zwischen Amateur und Profi! Danach den gesamten Staub mit Staubsauger und leicht feuchtem Tuch entfernen – selbst kleinste Staubkörner stören später im Lack.
  6. Klebe Glasscheiben präzise ab. Jetzt kommt das Abkleben – hier entscheidet sich die Qualität der Arbeit! Verwende hochwertiges Malerkrepp und klebe die Glasscheiben 2-3 mm vom Holzrahmen entfernt ab (nicht direkt an der Kante!). Diese kleine Lücke ermöglicht dass der Lack eine Wasserfalz bildet – so kann kein Wasser zwischen Glas und Holz eindringen. Drücke das Krepp mit Fingernagel fest an. Decke auch Fensterbänke und Wände mit Folie ab.
  7. Trage den ersten Lack-Anstrich auf. Verwende einen hochwertigen Pinsel (3-5 cm breit für Rahmen, schmaler für Sprossen). Tauche den Pinsel nur zu einem Drittel in den Lack. Streiche mit der Holzmaserung in langen gleichmäßigen Zügen. Nicht zu dick auftragen – lieber zwei dünne Schichten als eine dicke! Arbeite von innen nach außen: Erst Sprossen, dann Innenkanten, dann Rahmenflächen, zuletzt Außenkanten. Vermeide Nasen und Tropfen durch gleichmäßigen Druck.
  8. Entferne das Malerkrepp zur richtigen Zeit. Das Timing ist kritisch! Ziehe das Krepp nach etwa 10-15 Minuten ab – WÄHREND der Lack noch feucht ist aber nicht mehr verläuft. Zu früh = Lack verläuft noch, zu spät = Lack reißt mit dem Krepp ab. Ziehe langsam und gleichmäßig in flachem Winkel. Falls kleine Lacknasen am Glasrand entstehen: Nach dem Trocknen vorsichtig mit Cuttermesser abschneiden.
  9. Lasse den ersten Anstrich vollständig trocknen. Acryllack trocknet oberflächlich nach 2-4 Stunden, ist aber noch nicht durchgetrocknet. Warte mindestens 12 Stunden (besser 24 Stunden) bevor du den zweiten Anstrich aufträgst. Gut belüften aber Zugluft vermeiden – zu schnelles Trocknen kann zu Rissen führen. Bei niedriger Temperatur (unter 15 Grad) verlängert sich die Trocknungszeit deutlich!
  10. Zwischenschliff für perfektes Finish. Nach dem Trocknen des ersten Anstrichs leicht anschleifen mit sehr feinem Schleifpapier (Körnung 240-320). Das entfernt kleine Unebenheiten, Staubeinschlüsse und Pinselstriche. Nur ganz leicht schleifen – die Lackschicht nicht durchschleifen! Staub wieder gründlich absaugen und mit leicht feuchtem Tuch abwischen. Dieser Zwischenschliff ist optional aber er macht den großen Unterschied zum Profi-Finish!
  11. Trage den zweiten Lack-Anstrich auf. Der zweite Anstrich wird genauso ausgeführt wie der erste: Glasscheiben neu abkleben, mit der Maserung streichen, dünn auftragen, Nasen vermeiden. Der zweite Anstrich sorgt für vollständige Deckung und satte Farbe. Arbeite wieder systematisch von innen nach außen. Krepp nach 10-15 Minuten abziehen. Lasse den zweiten Anstrich mindestens 24 Stunden trocknen bevor du das Fenster wieder normal nutzt.
  12. Montiere Beschläge und poliere das Glas. Nachdem der Lack vollständig durchgetrocknet ist (nach 24-48 Stunden) kannst du Fenstergriffe und Beschläge wieder montieren. Entferne vorsichtig alle Klebereste vom Glas – verwende dafür Glasreiniger und einen weichen Lappen. Kleine Lackspritzer auf dem Glas lassen sich mit Cuttermesser oder Glasschaber vorsichtig abkratzen. Poliere das Glas für klare Sicht. Fertig ist dein frisch lackiertes Fenster!

Werkzeuge

  • Schleifpapier
  • Schleifklotz
  • Spachtel
  • Pinsel
  • Farbwanne
  • Cuttermesser
  • Industriesauger
  • Schwamm

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