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Kellerwand für die Abdichtung vorbereiten (Putz entfernen, reinigen)

Ein feuchter Keller ist mehr als nur ein ästhetisches Problem – eindringendes Wasser kann die Bausubstanz massiv schädigen, Schimmel verursachen und den Immobilienwert drastisch senken. Bevor du jedoch zur Abdichtung greifst, steht die gründliche Vorbereitung des Untergrunds an – und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Viele Heimwerker unterschätzen diesen Schritt und wundern sich später, warum die teuer aufgetragene Abdichtung abplatzt oder nicht haftet. Der Grund: Alter Putz, Salzausblühungen, Farbreste und lose Substanz verhindern die Haftung von Dichtschlämmen, Sanierputzen oder Kunststoffabdichtungen. Profis wissen: Eine Abdichtung ist nur so gut wie ihr Untergrund. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt durch die Vorbereitung der Kellerwand. Du lernst, wie du alten Putz fachgerecht abschlägst, Salzausblühungen neutralisierst, das Mauerwerk auf Schäden prüfst und die Oberfläche so vorbereitest, dass die Abdichtung dauerhaft hält. Ob Innenabdichtung mit Dichtschlämme, Sanierputz oder Außenabdichtung – die richtige Vorbereitung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

Anleitung

  1. Prüfe die Ursache der Feuchtigkeit: Bevor du abdichtest, muss die Ursache klar sein. Drückendes Grundwasser (erdberührte Außenwand)? Aufsteigende Kapillarfeuchte (fehlende Horizontalsperre)? Kondensation (kalte Wand + warme Luft)? Von der Ursache hängt ab, ob Innen- oder Außenabdichtung nötig ist. Bei drückendem Wasser hilft nur Außenabdichtung – Innenabdichtung ist dann Notlösung.
  2. Räume den Keller komplett aus: Alle Möbel, Regale und Gegenstände müssen raus. Die Wand muss freiliegen. Steckdosen und Lichtschalter abdecken oder abklemmen (Sicherung aus!). Boden mit Vlies oder Planen auslegen – beim Putz-Abschlagen fällt viel Schutt an.
  3. Schlage losen und beschädigten Putz ab: Mit Hammer und Meißel oder Bohrhammer mit Meißel-Aufsatz den Putz entfernen. Hohle Stellen klingen hohl beim Abklopfen – diese müssen komplett runter. Auch aufgeweichte, bröckelige oder salzhaltige Putzflächen vollständig abschlagen. Ziel: Tragfähiges, festes Mauerwerk freilegen.
  4. Entferne Farbe, Dispersionen und Beschichtungen: Alte Dispersionsfarbe, Latexfarbe oder Bitumenanstriche müssen vollständig ab. Sie verhindern die Haftung der Abdichtung. Mechanisch mit Drahtbürste oder Schleifmaschine, bei hartnäckigen Resten mit Abbeizer (Lösemittel-basiert) oder Heißluftpistole. Anschließend gründlich reinigen.
  5. Behandle Salzausblühungen: Weiße, kristalline Flecken auf dem Mauerwerk sind hygroskopische Salze (Nitrate, Sulfate). Sie ziehen Feuchtigkeit an und zerstören neue Putzschichten. Salze mechanisch abbürsten, dann mit speziellem Salzausblüh-Entferner oder 5%iger Zitronensäure-Lösung neutralisieren. Mehrfach nachwaschen, bis keine Salze mehr sichtbar.
  6. Reinige das Mauerwerk gründlich: Mit Hochdruckreiniger (max. 80 bar, sonst Schäden am Stein) oder Bürste und Wasser Staub, Schmutz und lose Partikel entfernen. Bei starker Verschmutzung Reinigungszusatz verwenden. Fugen ausbürsten. Ziel: Saubere, staubfreie Oberfläche. Nach dem Reinigen mindestens 24-48 Stunden trocknen lassen.
  7. Repariere Risse und Fehlstellen: Risse breiter als 0,2 mm mit Bohrer oder Meißel aufweiten (V-förmig), entstauben und mit Reparaturmörtel füllen. Große Fehlstellen (fehlendes Fugenmaterial, abgeplatzte Steine) ebenfalls mit Mörtel auffüllen. Verwendbar: Zementmörtel, hydraulischer Kalk oder spezielle Sanierungsmörtel. Nach Herstellerangaben aushärten lassen.
  8. Prüfe die Saugfähigkeit: Besprühe die Wand mit Wasser. Zieht es sofort ein, ist die Wand stark saugend – dann Tiefengrund nötig. Perlt es ab, ist noch Altbeschichtung vorhanden – nochmal reinigen. Gleichmäßige Saugfähigkeit ist wichtig für die Haftung der Abdichtung.
  9. Grundiere die Wand: Mit Tiefengrund (z.B. Kieselerde-basiert) die Wand einstreichen. Das verfestigt den Untergrund, bindet Reststaub und egalisiert die Saugfähigkeit. Tiefengrund mit Quast oder Rolle auftragen, dabei satt arbeiten. Trockenzeit nach Herstellerangabe (meist 4-24 Stunden). Bei sehr saugenden Wänden zweimal grundieren.
  10. Ebne grobe Unebenheiten: Starke Vertiefungen oder Vorsprünge mit Ausgleichsmörtel oder Sanierputz-Unterputz angleichen. Die Wand muss halbwegs eben sein – Unebenheiten >5 mm beeinträchtigen die Abdichtung. Mit Richtlatte Ebenheit prüfen. Nach dem Ausgleich erneut trocknen lassen.
  11. Dokumentiere den Zustand: Fotografiere die vorbereitete Wand aus verschiedenen Winkeln. Notiere erkannte Schäden (Risse, fehlende Fugen). Diese Dokumentation ist wichtig bei späteren Gewährleistungsfragen oder Versicherungsschäden. Sie zeigt auch, welche Arbeiten durchgeführt wurden.
  12. Prüfe die Trockenheit: Nur auf trockene Wände abdichten! Klebeprobe: Klebeband auf Wand kleben, nach 24 Stunden abziehen. Ist es feucht oder klebt nicht richtig, ist die Wand noch zu nass. Bei Außenabdichtung: Wand muss erdfeucht sein, nicht triefend nass. Bei Innenabdichtung: CM-Gerät zeigt Restfeuchte (sollte <4% sein für Dichtschlämme).
  13. Belüfte und trockne nach: Nach dem Grundieren und vor der Abdichtung Durchzug schaffen (Türen/Fenster auf). Heizlüfter oder Bautrockner beschleunigen Trocknung. Je trockener der Untergrund, desto besser haftet die Abdichtung. Geduld hier zahlt sich später aus.

Werkzeuge

  • Bohrhammer
  • Meißel
  • Spachtel
  • Drahtbürste
  • Eimer
  • Hochdruckreiniger
  • Schutzbrille
  • Handschuhe
  • Atemschutz

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