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Lacke und Lasuren für Holz und Metall erklärt

Lacke und Lasuren schützen Holz und Metall vor Witterung, UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Abnutzung. Der Unterschied liegt in der Deckkraft: Lack bildet eine deckende Schutzschicht und verbirgt die Holzmaserung vollständig. Lasur ist transparent oder halbtransparent und lässt die Maserung sichtbar – ideal wenn du die natürliche Holzoptik erhalten möchtest. Für Holz im Außenbereich sind wetterfeste Lacke oder Dickschichtlasuren Pflicht – sie schützen vor Regen, UV-Strahlung und Pilzbefall. Im Innenbereich reichen Acryllacke oder Dünnschichtlasuren die geruchsarm und schnell trocknend sind. Für Metall brauchst du Rostschutzlack oder Metallschutzlack mit Korrosionsschutz – rostiges Metall muss vorher mit Rostumwandler behandelt werden. Bei der Lackwahl spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Acryllack (wasserbasiert, geruchsarm, für innen und außen) oder Kunstharzlack (lösemittelbasiert, extrem robust, aber geruchsintensiv). Lasuren gibt es als Dünnschichtlasur (offenporig, muss alle 2-3 Jahre erneuert werden) oder Dickschichtlasur (filmbildend, länger haltbar, aber blättert bei Rissen ab). Der Glanzgrad beeinflusst die Optik: Hochglanz wirkt edel und ist leicht zu reinigen, Matt kaschiert Unebenheiten und wirkt natürlich, Seidenmatt ist der Kompromiss. Holzlacke und Lasuren enthalten oft Biozide gegen Pilze und Insekten – wichtig für Außenholz. Für Spielzeug und Kindermöbel gibt es speichelnfeste und schadstofffreie Lacke nach DIN EN 71-3. Die Verarbeitung ist entscheidend: Acryllacke lassen sich mit Wasser verdünnen und Pinsel reinigen. Kunstharzlacke brauchen Lösemittel und sind anspruchsvoller. Dieser Ratgeber hilft dir den richtigen Lack oder die richtige Lasur für dein Projekt zu finden.

Anleitung

  1. Bestimme das Material das du lackieren oder lasieren möchtest. Holz und Metall haben unterschiedliche Anforderungen. Holz saugt Lack und Lasur auf, Metall muss rostfrei sein und braucht Haftgrund oder Rostschutz. Kunststoff braucht spezielle Kunststofflacke – normale Lacke haften nicht dauerhaft.
  2. Entscheide zwischen Lack und Lasur. Lack ist deckend und schützt durch eine geschlossene Schicht – ideal wenn du die Maserung verdecken oder Farbe ins Spiel bringen möchtest. Lasur ist transparent oder halbtransparent und lässt die Holzstruktur sichtbar – perfekt für edles Holz das du betonen möchtest. Für Metall gibt es nur Lack, keine Lasur.
  3. Kläre den Einsatzbereich: Innen oder Außen. Außenlacke und Außenlasuren enthalten UV-Schutz, Wetterschutz und oft Biozide gegen Pilze und Insekten. Sie sind robuster aber auch geruchsintensiver. Innenlacke sind geruchsarm, schnell trocknend und schadstoffarm – aber nicht wetterfest. Verwende niemals Innenlack für Außenholz – er hält maximal ein Jahr!
  4. Wähle die Lackart für Holz. Acryllack (wasserbasiert): Geruchsarm, schnell trocknend, für innen und außen, leicht zu verarbeiten, aber nicht ganz so robust wie Kunstharzlack. Kunstharzlack (lösemittelbasiert): Extrem widerstandsfähig, hochglänzend, langlebig, aber geruchsintensiv und braucht Lösemittel zur Reinigung. Für Außenholz ist Kunstharzlack die erste Wahl bei hoher Beanspruchung (Fenster, Türen, Gartenmöbel).
  5. Wähle die Lasurart für Holz. Dünnschichtlasur: Offenporig, lässt Holz atmen, betont die Maserung stark, muss alle 2-3 Jahre erneuert werden – ideal für Zäune und weniger beanspruchte Flächen. Dickschichtlasur: Bildet einen Film, länger haltbar (4-6 Jahre), schützt besser vor Feuchtigkeit, kann bei Rissen abblättern – ideal für Fenster, Türen und Fassaden. Öl-Lasur: Zieht tief ins Holz, betont die Maserung natürlich, für innen (Möbel, Treppen).
  6. Wähle den Lack für Metall. Rostschutzlack (3-in-1): Enthält Rostschutz, Grundierung und Decklack in einem – ideal für rostige oder verwitterte Metallflächen (Geländer, Gartentore, Heizkörper). Metallschutzlack: Für bereits rostfreies Metall, gibt es als Hammerite (strukturiert, kaschiert Unebenheiten) oder als glatten Lack. Wichtig: Rostiges Metall immer erst mit Rostumwandler behandeln oder mechanisch entrosten!
  7. Bestimme den Glanzgrad. Hochglanz: Spiegelt stark, wirkt edel und modern, betont jede Unebenheit, leicht zu reinigen – ideal für Möbel, Türen oder Heizkörper. Seidenmatt oder Seidenglanz: Kompromiss zwischen Matt und Glanz, elegant, kaschiert leichte Unebenheiten – sehr beliebt für Fenster und Türen. Matt: Natürliche Optik, kaschiert Unebenheiten, aber schwerer zu reinigen – ideal für rustikale Holzflächen oder Außenlasuren.
  8. Prüfe Spezialanforderungen. Für Kinderspielzeug und Kindermöbel: Nur Lacke nach DIN EN 71-3 (speichel- und schweißfest, schadstofffrei). Für Außenholz: UV-Schutz und Biozide gegen Bläue und Pilze sind Pflicht. Für stark beanspruchte Flächen (Treppen, Tischplatten): 2-Komponenten-Lack (härtet durch chemische Reaktion extrem hart aus). Für Fußböden: Spezieller Parkettlack oder Hartöl mit hoher Abriebfestigkeit.
  9. Berücksichtige die Verarbeitung. Acryllacke lassen sich mit Pinsel, Rolle oder Sprühpistole auftragen, mit Wasser verdünnen und Werkzeuge mit Wasser reinigen – einsteigerfreundlich. Kunstharzlacke tropfen weniger, verlaufen besser, brauchen aber Pinselreiniger oder Terpentin zum Säubern – etwas anspruchsvoller. Lasuren sind dünnflüssiger und neigen zum Tropfen – am besten mit breitem Pinsel oder Lasurpinsel arbeiten.
  10. Plane die Vorbehandlung. Holz muss geschliffen sein (Körnung 120-180 für Lack, 180-240 für Lasur). Altes Holz mit abblätterndem Lack: Komplett abschleifen oder abbeizen. Neues Holz oder saugendes Holz: Grundieren mit Vorstreichfarbe oder Isoliergrund. Metall: Entrosten mit Drahtbürste oder Schleifer, dann mit Rostumwandler behandeln oder Haftgrund auftragen.
  11. Beachte Trocknungs- und Verarbeitungszeiten. Acryllacke trocknen schnell (2-4 Stunden staubtrocken, 12 Stunden überstreichbar) – zwei Anstriche an einem Tag möglich. Kunstharzlacke trocknen langsamer (6-8 Stunden staubtrocken, 24 Stunden überstreichbar) – mehr Geduld nötig. Lasuren trocknen meist schneller als Lacke (1-3 Stunden), benötigen aber oft 2-3 Anstriche für volle Deckkraft.
  12. Prüfe Umwelt- und Gesundheitsaspekte. Lacke und Lasuren mit Blauem Engel oder EU-Umweltzeichen sind schadstoffarm, geruchsarm und gesünder. Lösemittelbasierte Produkte (Kunstharzlacke) enthalten VOCs (flüchtige organische Verbindungen) – nur in gut belüfteten Räumen verarbeiten oder besser im Freien. Wasserbasierte Produkte (Acryllacke) sind umwelt- und gesundheitsfreundlicher.

Werkzeuge

  • Pinsel
  • Farbrolle
  • Quast
  • Schleifbrett
  • Schleifpapier

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