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Leerrohre für Leitungen in der Bodenplatte vorsehen

Die Leitungen bohre ich später durch – ein Satz den Profis nur kopfschüttelnd hören. Wer vergisst vor dem Betonieren Leerrohre (leere Schutzrohre für spätere Leitungsführung) für Strom- Wasser- oder Datenleitungen zu verlegen macht sich das Leben unnötig schwer. Nachträgliches Bohren durch Beton ist mühsam teuer und riskiert Beschädigungen der Bewehrung (Stahlgitter zur Verstärkung). Zudem können moderne Bodenplatten so dicht bewehrt sein dass Bohrungen kaum möglich sind ohne mehrere Bewehrungsstäbe zu durchtrennen – was die Statik gefährdet. Profis planen deshalb sorgfältig welche Leitungen später durch die Platte geführt werden müssen und legen vor dem Betonieren Leerrohre ein. Diese Rohre schaffen sichere Durchführungen für Kabel und Leitungen ohne die Statik zu gefährden. Entscheidend ist die richtige Positionierung: Die Rohre müssen an den richtigen Stellen liegen fest fixiert sein und dürfen die Bewehrung nicht schwächen. Außerdem müssen sie beim Betonieren dem Druck standhalten und dicht bleiben damit kein Beton eindringt. Wer hier vorausschauend plant spart später Zeit Geld und Ärger. Diese Anleitung zeigt dir wie du Leerrohre für eine Bodenplatte fachgerecht planst verlegst und sicherst – vom Ermitteln der benötigten Durchführungen über die Wahl des richtigen Rohrmaterials bis zur korrekten Fixierung. So entsteht eine Bodenplatte mit allen nötigen Durchführungen ohne nachträgliche Eingriffe.

Anleitung

  1. Erstelle einen detaillierten Plan wo später Leitungen durch die Bodenplatte geführt werden müssen. Berücksichtige alle Gewerke: Strom (Unterverteilung Steckdosen Außenbeleuchtung) Wasser (Gartenwasserhahn Außenzapfstelle) Heizung (Außengerät Wärmepumpe) Abwasser (Regenwasser Drainage) Daten (Netzwerk Telefonleitung). Zeichne die Positionen maßstabsgetreu in deinen Bauplan ein.
  2. Wähle das passende Leerrohr-Material für den jeweiligen Zweck. Für Elektroleitungen eignen sich flexible Wellrohre (M16 M20 M25 – die Zahl gibt den Innendurchmesser in mm an) für Wasserleitungen starre KG-Rohre (DN 50 DN 100 DN steht für Nennweite). Flexible Rohre lassen sich leichter verlegen starre sind stabiler und druckfester.
  3. Schneide die Leerrohre auf die benötigte Länge. Sie sollten die gesamte Plattenstärke durchqueren und beidseitig etwa 20-30 cm überstehen. Bei einer 20 cm dicken Platte also etwa 70 cm lange Rohrstücke schneiden. Die Überstände erleichtern später das Auffinden und Einziehen der Leitungen. Flexible Rohre mit Säge oder Cuttermesser schneiden.
  4. Markiere die Positionen der Durchführungen auf der Dämmung oder Folie. Nutze dazu Maßangaben aus deinem Bauplan oder miss von festen Punkten (Ecken Schalung) aus. Verwende wasserfeste Markierungen oder Sprühfarbe. Kontrolliere die Positionen doppelt – falsch verlegte Leerrohre können nachträglich nicht korrigiert werden!
  5. Lege die Leerrohre an den markierten Stellen auf die Dämmung. Achte darauf dass sie möglichst gerade verlaufen und nicht geknickt sind. Bei flexiblen Rohren: Leichte Bögen sind okay scharfe Knicke nicht – diese reduzieren den nutzbaren Querschnitt und erschweren das Einziehen von Kabeln. Richte die Rohre mit der Wasserwaage aus.
  6. Fixiere die Leerrohre mit Bindedraht an der Bewehrung. Binde sie an mehreren Stellen fest (etwa alle 30-40 cm) damit sie beim Betonieren nicht verrutschen oder hochschwimmen. Der Beton übt beim Einbringen einen erheblichen Druck aus. Verwende Bindedraht großzügig – lieber einmal mehr fixieren als zu wenig. Die Fixierung darf die Rohre nicht einschnüren!
  7. Verschließe beide Enden der Leerrohre provisorisch mit Stopfen oder mehreren Lagen Klebeband. So kann kein Beton eindringen und die Rohre bleiben durchgängig. Bei flexiblen Wellrohren eignen sich Schaumstoffstopfen oder zusammengeknülltes Papier das mit Klebeband fixiert wird. Die Verschlüsse müssen dem Betondruck standhalten – teste durch festes Drücken!
  8. Kontrolliere ob die Rohre die richtige Höhe haben. Sie sollten mittig in der Platte oder im unteren Drittel liegen aber nicht die Bewehrung beeinträchtigen oder Bewehrungsstäbe durchschneiden. Optimal ist eine Position zwischen unterer und oberer Bewehrungslage. Bei zu hoch liegenden Rohren: Tiefer fixieren.
  9. Achte darauf dass die Leerrohre nicht zu nah beieinander liegen. Mindestabstand zwischen zwei Rohren: etwa 20-30 cm horizontal um die Bewehrung nicht zu schwächen. Zu viele Durchführungen auf engem Raum können die Tragfähigkeit der Platte reduzieren. Bei mehr als 5 Durchführungen auf einem Meter: Statiker fragen!
  10. Markiere die Austrittspunkte der Rohre außen an der Schalung deutlich mit farbigem Klebeband Fähnchen oder wasserfesten Schildern damit sie beim Betonieren nicht übersehen oder beschädigt werden. Die Markierungen müssen auch nach dem Ausschalen noch erkennbar sein. Fotografiere die Positionen aus verschiedenen Blickwinkeln.
  11. Prüfe nochmals alle Positionen anhand deines Plans. Stimmen die Abstände? Sind die Rohre gerade? Sind sie fest fixiert? Sind die Enden verschlossen? Falsch positionierte Leerrohre können später nicht mehr korrigiert werden – nachträgliches Bohren ist extrem aufwendig. Nimm dir Zeit für diese Endkontrolle!
  12. Dokumentiere die Lage aller Leerrohre ausführlich mit Fotos aus mehreren Perspektiven und detaillierten Skizzen mit Maßangaben. Notiere auch die Durchmesser und den Zweck jedes Rohres. Diese Unterlagen sind wichtig für spätere Elektro- und Installationsarbeiten. Lege die Dokumentation zu deinen Bauunterlagen – du wirst sie Jahre später noch brauchen!

Werkzeuge

  • Handsäge
  • Zollstock
  • Cuttermesser
  • Klebeband
  • Bindezange
  • Bleistift

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