DIY-Coach Gecko

Die wichtigsten
DIY-Projekte

In 5 Sekunden zur perfekten Anleitung.
Mit Profi-Tipps und den besten Produkten.

🛒 Beste Produkte verlinkt
Von Profis getestet
Sofort loslegen

Nicht-tragende Wand sicher einreißen

Eine nicht-tragende Innenwand zu entfernen schafft Platz, verbindet Räume und macht Wohnungen offener und moderner. Anders als tragende Wände, die das Gebäude stützen, haben nicht-tragende Wände nur raumtrennende Funktion – ihr Rückbau gefährdet die Statik nicht. Dennoch ist diese Arbeit kein Kinderspiel: Die Wand ist schwer (2-4 Tonnen bei einer typischen Raumtrennwand), erzeugt enormen Staub und Schutt, und birgt Gefahren durch Strom- und Wasserleitungen. Bevor du überhaupt den ersten Schlag tust, musst du absolut sicher sein, dass die Wand wirklich nicht-tragend ist – ein Fehler kann katastrophale Folgen haben. Die Unterscheidung ist für Laien schwierig, aber mit den richtigen Hinweisen möglich: Lage der Wand, Wandstärke, Baujahr und Konstruktion geben wichtige Indizien. Nach der Sicherheitsklärung läuft der Rückbau in mehreren Phasen: Installationen stilllegen, Oberflächen entfernen, Mauerwerk abbrechen, Schutt entsorgen, Anschlussflächen reparieren. Der entstehende Schutt ist massiv – bei einer 3 Meter langen Wand kommen schnell 1-2 Kubikmeter zusammen. Dieser Ratgeber zeigt dir Schritt für Schritt, wie du eine nicht-tragende Wand sicher identifizierst, fachgerecht abreißt und die Anschlussstellen professionell verschließt.

Anleitung

  1. Prüfe zunächst zweifelsfrei, ob die Wand wirklich nicht-tragend ist! Hinweise: Nicht-tragende Wände verlaufen meist parallel zu tragenden Wänden, sind dünner (unter 17,5 cm bei Mauerwerk), und stehen oft mittig im Raum ohne Verbindung zur Fassade. Im Zweifel: Baustatiker oder Architekten beauftragen – die Prüfung kostet 150-300 Euro, ein Einsturz kostet Menschenleben.
  2. Hole die nötigen Genehmigungen ein. In Mietwohnungen brauchst du die schriftliche Zustimmung des Vermieters. Bei Eigentumswohnungen kann eine Baugenehmigung erforderlich sein – frage beim Bauamt nach. Diese Klärung MUSS vor Beginn der Arbeit erfolgen!
  3. Lokalisiere alle Strom- und Wasserleitungen in der Wand. Nutze ein Multimeter oder Leitungssuchgerät, um Stromkabel zu finden. Wasserleitungen erkennst du oft an Anschlüssen in angrenzenden Räumen. Schalte die Sicherungen für alle betroffenen Bereiche aus und sichere sie gegen Wiedereinschalten.
  4. Lass Elektro- und Sanitärinstallationen von Fachleuten stilllegen. Stromleitungen müssen fachgerecht abgeklemmt und gesichert werden, Wasserrohre müssen verschlossen oder umverlegt werden. Diese Arbeiten darfst du nicht selbst durchführen – sie erfordern einen Elektriker bzw. Installateur.
  5. Bereite den Raum vor: Räume alle Möbel aus beiden angrenzenden Räumen. Baue Staubschutzwände zu allen anderen Bereichen der Wohnung auf. Der entstehende Staub ist extrem – ohne Staubschutz ist die gesamte Wohnung wochenlang eingestaubt. Lege Laufwege mit stabiler Pappe oder alten Teppichen aus.
  6. Entferne zunächst die Wandoberflächen: Putz, Tapeten oder Gipskartonplatten. Bei verputzten Wänden schlägst du den Putz mit Hammer und Meißel ab. Bei Trockenbauwänden schraubst du die Gipskartonplatten ab. So siehst du das darunterliegende Mauerwerk oder Ständerwerk und erkennst eventuelle Überraschungen (zusätzliche Leitungen, tragende Balken).
  7. Beginne mit dem Abbruch von oben nach unten. Setze den Bohrhammer mit Meißelaufsatz an der Decke an und arbeite dich reihenweise nach unten vor. Bei Trockenbauwänden säge das Holz- oder Metallständerwerk mit der Säbelsäge in handliche Stücke. Arbeite systematisch, nicht chaotisch – so behältst du den Überblick und vermeidest unkontrollierte Einstürze.
  8. Entsorge den Schutt sofort in Big Bags oder Container. Lass ihn nicht im Raum liegen – er behindert die Arbeit und ist gefährlich. Schwere Steine und Balken solltest du direkt aus dem Fenster in einen Container werfen (wenn möglich), statt sie durch die Wohnung zu tragen.
  9. Säubere die Anschlussflächen gründlich: Entferne alle Mörtelreste, losen Putz und Schutt von Boden, Decke und angrenzenden Wänden. Die Flächen müssen sauber und eben sein, bevor du sie verschließen kannst.
  10. Verschließe die entstandenen Öffnungen fachgerecht: Löcher in Boden und Decke füllst du mit Mörtel oder Beton auf, Wandanschlüsse verputzt du neu. Größere Öffnungen in der Decke erfordern eventuell einen Trockenbau-Verschluss oder eine Betonergänzung – hole dir hier professionelle Hilfe, wenn nötig.

Werkzeuge

  • Bohrhammer
  • Meißel
  • Hammer
  • Säbelsäge
  • Cuttermesser
  • Multimeter
  • Winkelschleifer
  • Industriesauger
  • Atemschutz
  • Schutzbrille
  • Handschuhe
  • Gehörschutz

So einfach geht's

🎯

Projekt auswählen

Klicke auf eines der wichtigsten Heimwerker-Projekte

📖

Anleitung lesen

Klare Schritte mit allen wichtigen Details

🛒

Produkte kaufen

Direkte Links zu den besten Produkten bei vertrauten Partnern