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Putz-Gewebe zur Rissvorbeugung einbetten

Risse im Putz sind der Alptraum jedes Heimwerkers - sie entstehen durch Spannungen im Material und sind oft schon nach wenigen Monaten sichtbar. Die meisten Risse bilden sich an kritischen Stellen: Übergänge zwischen verschiedenen Baustoffen, Fenster- und Türecken, Anschlüsse an Decken und Böden. Genau hier kommt Armierungsgewebe (Gewebeeinlage zur Rissverteilung im Putz) ins Spiel. Es funktioniert wie eine unsichtbare Verstärkung die Spannungen auf eine größere Fläche verteilt. Statt dass ein einzelner Riss entsteht halten viele feine Gewebefäden die Belastung gemeinsam aus. Das Gewebe besteht aus Glasfaser oder Kunststoff und ist alkalibeständig - es wird vom Putz nicht angegriffen. Die Einbettung erfolgt in drei Schritten: Erste dünne Putzschicht auftragen, Gewebe einlegen und andrücken, zweite Putzschicht zum vollständigen Einbetten. Das Gewebe muss komplett im Putz verschwinden - sichtbare Fasern können später durch Farbe oder Tapete durchscheinen. An Überlappungsstellen (Bereiche wo zwei Gewebestücke sich treffen) mindestens 10cm Überlappung einplanen. Das Gewebe kostet etwa 1-2 Euro pro Quadratmeter und verhindert 90 Prozent aller typischen Putzrisse. Besonders wichtig ist es bei Renovierungen wo alter und neuer Putz aufeinandertreffen oder bei der Sanierung von Rissen - hier wird das Gewebe großflächig über die reparierte Stelle gelegt.

Anleitung

  1. Identifiziere alle kritischen Stellen wo Risse entstehen können: Übergänge zwischen Mauerwerk und Beton, Fenster- und Türecken (diagonal), Anschlüsse an Decken, reparierte Risse, Übergänge zwischen altem und neuem Putz.
  2. Schneide das Armierungsgewebe passend zu. An Fenster- und Türecken werden Streifen von etwa 30x30cm diagonal über die Ecke gelegt. An geraden Übergängen ausreichend breite Streifen - mindestens 30cm breit.
  3. Reinige den Untergrund gründlich. Er muss tragfähig, trocken und staubfrei sein. Bei sehr saugenden Untergründen vorher mit Tiefengrund behandeln.
  4. Mische den Armierungsmörtel oder die Spachtelmasse nach Herstellerangabe an. Die Konsistenz sollte geschmeidig und gut verstreichbar sein - nicht zu dick, nicht zu dünn.
  5. Trage die erste dünne Putzschicht (etwa 2-3mm) mit der Glättkelle oder Zahnkelle auf die zu armierende Fläche auf. Diese Schicht muss vollflächig und ohne Fehlstellen sein.
  6. Lege das zugeschnittene Gewebe sofort in die frische Putzschicht. Beginne oben und rolle es nach unten ab. Drücke es leicht mit der Hand an damit es Kontakt zum Putz hat.
  7. Streiche das Gewebe mit der Glättkelle von der Mitte nach außen glatt. Es muss komplett im Putz eingebettet sein und darf keine Blasen oder Falten werfen.
  8. An Überlappungsstellen (wo zwei Gewebestücke sich treffen) mindestens 10cm Überlappung einplanen. Das obere Stück überlappt das untere - so entsteht eine wasserdichte Verbindung.
  9. Trage die zweite Putzschicht (weitere 2-3mm) auf sobald die erste Schicht leicht angezogen aber noch feucht ist. Diese Schicht deckt das Gewebe vollständig ab.
  10. Glätte die Oberfläche mit der Glättkelle. Das Gewebe darf nach dem Glätten nicht mehr sichtbar oder fühlbar sein. Bei Bedarf eine dritte dünne Schicht auftragen.
  11. Lass die armierte Stelle vollständig durchtrocknen bevor du weiter verputzt oder streichst. Die Trocknungszeit beträgt je nach Schichtstärke 24-48 Stunden.
  12. Kontrolliere nach dem Trocknen ob das Gewebe vollständig eingebettet ist. Sichtbare oder abstehende Fasern müssen mit einer weiteren dünnen Spachtelschicht abgedeckt werden.

Werkzeuge

  • Glättkelle
  • Zahnkelle
  • Cuttermesser
  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Eimer
  • Rührgerät

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