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Runde Wand oder Bogen im Trockenbau erstellen

Runde Wände oder elegante Türbögen galten lange als Domäne des Massivbaus. Doch mit modernen Trockenbau-Techniken sind geschwungene Formen einfacher und schneller realisierbar als viele denken. Das Geheimnis liegt in zwei Komponenten: biegsamen Profilen und biegsamen Platten. Für die Unterkonstruktion (Ständerwerk) werden die Standard-UW-Profile (Randprofile für Boden und Decke) einfach mit der Blechschere an den Stegen (Seitenwangen) alle 5-10 cm eingeschnitten. Dadurch lassen sie sich wie eine Kette zu jedem gewünschten Radius biegen und am Boden fixieren. Als Beplankung kommen entweder spezielle, dünne Formbauplatten (z.B. 6,5 mm Gipskarton) zum Einsatz, die sich 'trocken' biegen lassen, oder man macht Standard-Platten (12,5 mm) 'nass', um sie formbar zu machen. Beim Nassbiegen wird die Rückseite der Platte mit einer Nadelrolle perforiert (durchlöchert) und mit Wasser benetzt. Der Gips weicht auf und die Platte lässt sich langsam um die runde Unterkonstruktion biegen. Dieses Projekt gibt dir einen Einblick in die Profi-Techniken, mit denen du Design-Akzente in deine Räume bringst.

Anleitung

  1. Zeichne den gewünschten Bogen (Radius) exakt auf den Boden. Ein Zirkel aus Schnur und Bleistift hilft hier.
  2. Nimm ein UW-Profil. Schneide *beide* Stege (Seiten) mit der Blechschere alle 5-10 cm ein. Je enger der Radius, desto enger die Schnitte. Der Profilrücken bleibt intakt.
  3. Biege die eingeschnittenen UW-Profile exakt entlang deiner Bodenmarkierung und verschraube/dubele den Profilrücken am Boden fest. Wiederhole dies an der Decke.
  4. Setze die CW-Profile senkrecht in die UW-Profile. Bei engen Radien müssen die Ständer sehr dicht stehen (manchmal alle 15-20 cm), um der Platte halt zu geben.
  5. Bei großen Radien (z.B. > 1 Meter) und dünnen Platten (6,5 mm) kannst du die Platte oft 'trocken' biegen. Drücke sie langsam gegen die Ständer und verschraube sie.
  6. Für enge Radien oder dicke 12,5-mm-Platten. Lege die Platte auf Böcke. Perforiere die *Rückseite* (die später innen im Bogen liegt) mit einer Nadelrolle.
  7. Befeuchte die perforierte Seite mehrmals mit einem Schwamm oder einer Gießkanne. Das Wasser muss in den Gipskern eindringen. Warte ca. 15-30 Minuten.
  8. Hebe die Platte (Vorsicht, sie wird weich!) zu zweit an die Unterkonstruktion. Biege sie langsam und vorsichtig um den Bogen.
  9. Verschraube die Platte am Scheitelpunkt (engste Biegung) beginnend und arbeite dich nach außen vor. Verwende viele Schrauben (Abstand 10-15 cm), um die Platte in Form zu halten.
  10. Für Stabilität und ein sauberes Finish wird fast immer doppelt beplankt (z.B. mit zwei Lagen 6,5 mm Platten). Die Fugen der zweiten Lage müssen zur ersten Lage versetzt sein.
  11. Die nassen Platten müssen vollständig durchtrocknen, bevor gespachtelt wird (kann 24-48 Stunden dauern).
  12. Spachtele die Fugen und Schraubköpfe. Bei Rundungen ist ein flexibler Glasfaser-Fugendeckstreifen oft einfacher zu verarbeiten als Papier.

Werkzeuge

  • Akkuschrauber
  • Cuttermesser
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Schwamm
  • Eimer
  • Stachelwalze
  • Blechschere

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