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Profis wissen: Der Schornsteinkopf (der Teil des Kamins, der aus dem Dach ragt) ist der am stärksten bewitterte Teil des Hauses. Wind, Regen und vor allem Frost-Tau-Zyklen setzen den Fugen zwischen den Ziegeln permanent zu. Rissiger oder poröser Mörtel ist nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern ein ernstes Sicherheitsrisiko. Dringt Wasser in das Mauerwerk ein, kann es bei Frost die Ziegel sprengen (Frostsprengung) und die Stabilität des gesamten Kopfes gefährden. Die Sanierung ist anspruchsvoll, da sie in großer Höhe stattfindet. Das Geheimnis einer langlebigen Reparatur ist die vollständige Entfernung des alten, losen Materials und die Verwendung des richtigen Mörtels. Der alte Mörtel muss mindestens 2-3 cm tief ausgekratzt oder ausgestemmt werden. Die Fugen werden anschließend gründlich gereinigt (Druckluft oder Bürste) und vorgenässt, damit der neue Mörtel nicht 'verbrennt' (zu schnell Wasser verliert). Verwendet wird ein spezieller Fugenmörtel, idealerweise ein Trasszementmörtel (Zementart, die Ausblühungen reduziert), der witterungsbeständig und leicht flexibel ist. Der Mörtel wird mit einem Fugeisen fest in die Fugen eingedrückt und bündig abgezogen. Diese Arbeit sichert die Funktion des Schornsteins für viele weitere Jahre.
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