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Schornsteinkopf verfugen

Profis wissen: Der Schornsteinkopf (der Teil des Kamins, der aus dem Dach ragt) ist der am stärksten bewitterte Teil des Hauses. Wind, Regen und vor allem Frost-Tau-Zyklen setzen den Fugen zwischen den Ziegeln permanent zu. Rissiger oder poröser Mörtel ist nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern ein ernstes Sicherheitsrisiko. Dringt Wasser in das Mauerwerk ein, kann es bei Frost die Ziegel sprengen (Frostsprengung) und die Stabilität des gesamten Kopfes gefährden. Die Sanierung ist anspruchsvoll, da sie in großer Höhe stattfindet. Das Geheimnis einer langlebigen Reparatur ist die vollständige Entfernung des alten, losen Materials und die Verwendung des richtigen Mörtels. Der alte Mörtel muss mindestens 2-3 cm tief ausgekratzt oder ausgestemmt werden. Die Fugen werden anschließend gründlich gereinigt (Druckluft oder Bürste) und vorgenässt, damit der neue Mörtel nicht 'verbrennt' (zu schnell Wasser verliert). Verwendet wird ein spezieller Fugenmörtel, idealerweise ein Trasszementmörtel (Zementart, die Ausblühungen reduziert), der witterungsbeständig und leicht flexibel ist. Der Mörtel wird mit einem Fugeisen fest in die Fugen eingedrückt und bündig abgezogen. Diese Arbeit sichert die Funktion des Schornsteins für viele weitere Jahre.

Anleitung

  1. Sicherheit: Absolute Priorität! Arbeiten am Schornsteinkopf sind extrem gefährlich. Nur mit einem standsicheren Gerüst oder professioneller Absturzsicherung (Auffanggurt, Seil) arbeiten. Niemals nur auf einer Leiter stehend!
  2. Vorbereitung: Wähle einen trockenen, frostfreien Tag. Decke die Dachfläche um den Schornstein ab, um sie vor Mörtelresten zu schützen.
  3. Alte Fugen entfernen: Stemme oder kratze alle losen, rissigen und bröckeligen Fugen mit Hammer und Meißel (oder einem Winkelschleifer mit Fugenfräse) mindestens 2 cm tief aus. Fester Mörtel kann verbleiben.
  4. Reinigen: Reinige die Fugen gründlich von Staub und losen Resten (z.B. mit einer Drahtbürste und einem Handfeger oder Druckluft).
  5. Vornässen: Nässen die Fugen und die Ziegelkanten mit einem Quast und sauberem Wasser gut vor. Der Stein darf nicht mehr stark saugen, sonst entzieht er dem Mörtel das Wasser zu schnell.
  6. Mörtel anmischen: Mische den Fugenmörtel (Trasszementmörtel) nach Herstellerangabe im Eimer an. Die Konsistenz sollte 'erdfeucht' bis plastisch sein (nicht flüssig).
  7. Mörtel einbringen: Nimm Mörtel auf die Maurerkelle. Drücke ihn mit einem Fugeisen (passende Breite wählen) fest und hohlraumfrei in die Fugen. Beginne mit den horizontalen Fugen, dann die vertikalen.
  8. Verdichten: Drücke den Mörtel kräftig an. Gut verdichteter Mörtel ist widerstandsfähiger gegen Witterungseinflüsse.
  9. Abziehen: Ziehe die Fuge bündig mit der Steinkante oder leicht nach innen gewölbt ab. Überschüssigen Mörtel auf den Steinen sofort mit der Kelle abstreifen.
  10. Nachbehandlung: Reinige Mörtelreste auf den Ziegelsteinen nach dem Anziehen (ca. 1-2 Stunden) mit einer trockenen Bürste oder einem feuchten Schwamm (nicht zu nass!).
  11. Trocknen: Schütze die frischen Fugen vor zu schneller Trocknung (Sonne) oder Regen (Abdeckfolie lose darüber hängen) für einige Tage.

Werkzeuge

  • Leiter
  • Hammer
  • Meißel
  • Fugeisen
  • Maurerkelle
  • Spachtel
  • Drahtbürste
  • Quast
  • Eimer
  • Rührstab
  • Handschuhe
  • Schutzbrille
  • Atemschutz

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