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Sichtmauerwerk nachträglich verfugen

Sichtmauerwerk das über Jahre verwittert ist verliert nicht nur an Optik - ausgespülte Fugen sind ein echtes Problem. Wasser dringt tiefer ein, gefriert im Winter und sprengt Steine ab. Salze wandern ein und verursachen Ausblühungen. Die Mauer verliert an Stabilität. Viele glauben, Verfugen sei nur kosmetisch. Falsch. Intakte Fugen sind essentiell für die Langlebigkeit der Mauer. Das Nachverfugen (Erneuerung schadhafter Fugen) erfordert präzise Vorbereitung. Alte Fugen müssen zuerst ausgekratzt werden - nicht oberflächlich sondern mindestens 2cm tief. Nur so hat der neue Fugenmörtel genug Haftfläche. Die Tiefe ist entscheidend - zu flach und der Mörtel haftet nicht, zu tief und du schwächst die Mauer. Der richtige Fugenmörtel (spezieller Mörtel für Fugen) muss zur Steinart passen. Für alte Klinker brauchst du einen weichen, durchlässigen Kalkmörtel. Moderne Zementmörtel sind zu hart und sprengen die alten Steine. Die Konsistenz muss erdfeucht sein - der Mörtel darf nicht fließen sondern muss formbar bleiben. Das Verfugen selbst erfolgt mit einem Fugeneisen (spezielles Werkzeug zum Formen der Fugen) in mehreren Durchgängen. Erst wird der Mörtel fest in die Fuge gedrückt, dann geglättet und zum Schluss in Form gebracht. Die Arbeit ist mühsam aber das Ergebnis lohnt sich - die Mauer ist wieder dicht, optisch aufgewertet und hält weitere Jahrzehnte.

Anleitung

  1. Prüfe die Fugen auf Schäden. Tiefe Risse, bröckelnder Mörtel oder ausgespülte Stellen müssen erneuert werden. Oberflächliche Verschmutzungen reichen für eine Sanierung nicht aus.
  2. Kratze die schadhaften Fugen mit dem Fugenkratzer mindestens 2cm tief aus. Arbeite vorsichtig um die Steine nicht zu beschädigen. Die Fugentiefe muss gleichmäßig sein.
  3. Entferne losen Mörtel und Staub mit der Drahtbürste. Arbeite gründlich - lose Partikel verhindern die Haftung des neuen Mörtels. Fege oder sauge den Staub aus den Fugen.
  4. Feuchte die ausgekratzten Fugen mit einem Quast oder Sprühflasche gründlich vor. Die Steine dürfen nicht nass sein aber müssen feucht sein damit sie dem Mörtel kein Wasser entziehen.
  5. Mische Fugenmörtel nach Herstellerangabe an. Die Konsistenz muss erdfeucht sein - der Mörtel lässt sich zu einer Kugel formen die nicht zerfällt. Zu nass und er läuft aus der Fuge, zu trocken und er haftet nicht.
  6. Wähle den richtigen Fugenmörtel für deine Steine. Für alte Klinker und historisches Mauerwerk verwende Kalkmörtel (Mörtelgruppe M2,5 oder M5). Für modernes Mauerwerk sind zementgebundene Fugenmörtel geeignet.
  7. Trage den Mörtel mit der Maurerkelle auf das Mörtelbrett. Nimm kleine Portionen und drücke sie mit dem Fugeneisen fest in die Fuge. Arbeite von unten nach oben damit kein Mörtel auf bereits verfugte Stellen tropft.
  8. Verdichte den Mörtel in der Fuge durch mehrmaliges festes Andrücken mit dem Fugeneisen. Die Fuge muss komplett gefüllt sein ohne Hohlräume. Drücke den Mörtel fest gegen die Steinkanten.
  9. Warte etwa 30-60 Minuten bis der Mörtel angesteift ist. Die Oberfläche sollte matt werden aber noch formbar sein. Teste mit dem Finger - hinterlässt er einen leichten Abdruck ist der Zeitpunkt richtig.
  10. Forme die Fuge mit dem Fugeneisen in die gewünschte Form aus. Übliche Formen sind vertieft (konkav), bündig oder konvex. Ziehe das Fugeneisen gleichmäßig durch die Fuge für ein sauberes Fugenbild.
  11. Entferne Mörtelreste von den Steinen sofort mit einem feuchten Schwamm bevor sie antrocknen. Eingetrockneter Mörtel lässt sich nur schwer entfernen ohne die Oberfläche zu beschädigen.
  12. Schütze die frischen Fugen 2-3 Tage vor direkter Sonne, Regen und Frost. Decke die Wand bei extremer Witterung mit Folie ab. Der Mörtel braucht Zeit zum Aushärten um seine volle Festigkeit zu erreichen.

Werkzeuge

  • Fugenkratzer
  • Drahtbürste
  • Fugeneisen
  • Maurerkelle
  • Quast
  • Mörtelbrett
  • Schutzbrille
  • Handschuhe
  • Eimer

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