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Wanddurchbruch für eine Tür planen (Statik beachten!)

Ein Wanddurchbruch für eine neue Tür ist einer der häufigsten Eingriffe in die Bausubstanz - und gleichzeitig einer der gefährlichsten wenn er falsch geplant wird. Der entscheidende Unterschied liegt in der Frage: Ist die Wand tragend oder nicht tragend? Bei einer nicht tragenden Wand (Innenwand die nur ihr Eigengewicht trägt) ist der Durchbruch meist unproblematisch. Bei einer tragenden Wand (Wand die Lasten von Decken oder Dach trägt) kann ein unsachgemäßer Durchbruch zum Einsturz führen. Die Planung beginnt mit der Identifikation der Wandart. Tragende Wände verlaufen meist parallel zur Dachfirst, stehen auf Fundamenten oder Unterzügen (tragende Balken unter Decken) und sind oft dicker als Innenwände. Im Zweifel hilft nur der Blick in die Bauakte oder die Einschaltung eines Statikers. Die Durchbruchsgröße bestimmt die Belastung - eine 90cm Türöffnung erfordert einen anderen Sturz (tragendes Element über Öffnungen) als eine 2 Meter breite Schiebetür. Bei tragenden Wänden muss ein Stahlträger oder ein massiver Betonsturz die Lasten ableiten. Die Auflage (Länge auf der der Sturz aufliegt) beträgt meist mindestens 25-30cm pro Seite. Ohne statische Berechnung durch einen Fachmann geht hier nichts - das Risiko ist zu groß. Die Genehmigung durch die Bauaufsicht ist bei tragenden Wänden Pflicht. Auch die Ausführung sollte ein Fachbetrieb übernehmen. Die Kosten liegen je nach Wanddicke und Öffnungsgröße bei 800-2000 Euro. Aber die Sicherheit ist unbezahlbar.

Anleitung

  1. Prüfe ob die Wand tragend oder nicht tragend ist. Tragende Wände verlaufen meist parallel zur Dachfirst, sind dicker als 17,5cm und stehen auf Fundamenten. Nicht tragende Innenwände sind dünner (10-11,5cm) und verlaufen oft quer zum Dachfirst.
  2. Suche die Bauakte deines Hauses bei der Bauaufsicht oder im eigenen Archiv. Die Grundrisse zeigen welche Wände tragend sind. Oft sind tragende Wände dick eingezeichnet oder mit Schraffur markiert.
  3. Lokalisiere Leitungen in der Wand mit einem Leitungssuchgerät. Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen müssen vor dem Durchbruch verlegt oder stillgelegt werden. Markiere die Positionen mit Bleistift.
  4. Miss die gewünschte Türöffnung exakt aus. Standard-Türzargen haben Rohbaumaße von etwa 101x201cm für eine 90cm Tür. Plane 1-2cm Spielraum für Justierung und Schaum ein.
  5. Berechne die Position des Sturzes. Der Sturz muss auf beiden Seiten mindestens 15-20cm Auflage bei nicht tragenden Wänden haben. Bei tragenden Wänden fordert der Statiker oft 25-30cm oder mehr.
  6. Hole bei tragenden Wänden zwingend eine statische Berechnung ein. Ein Statiker berechnet die erforderliche Sturzgröße, Trägerart (Stahl oder Beton) und Auflagelängen. Kosten: 300-600 Euro je nach Aufwand.
  7. Beantrage eine Baugenehmigung bei der Bauaufsicht wenn die Wand tragend ist. Lege die statische Berechnung und Pläne vor. Die Bearbeitung dauert 4-8 Wochen. Ohne Genehmigung drohen Bußgelder und Rückbau.
  8. Plane die Reihenfolge der Arbeiten: Erst Baustützen setzen, dann Öffnung herstellen, Sturz einbauen, Öffnung fertig ausbrechen, Leibung verputzen, Tür einbauen. Jeder Schritt muss vorbereitet sein.
  9. Kalkuliere die Kosten realistisch. Ein Durchbruch in einer tragenden Wand mit Stahlträger kostet 1500-3000 Euro (Material, Handwerker, Statiker, Genehmigung). Bei nicht tragenden Wänden 400-800 Euro.
  10. Beauftrage einen Fachbetrieb für tragende Wände. Maurer oder Betonbauer haben die Erfahrung und das Werkzeug. Eigenleistung ist bei tragenden Wänden lebensgefährlich und versicherungstechnisch problematisch.

Werkzeuge

  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Bleistift
  • Leitungssuchgerät

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