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Wie repariere ich Risse im Außenputz?

Risse im Außenputz sind nicht nur ein optischer Mangel, sondern können auch die Bausubstanz gefährden: Durch sie dringt Feuchtigkeit ein, die zu Frostschäden, Schimmel und weiterer Rissbildung führt. Die Reparatur erfolgt je nach Rissbreite unterschiedlich. Haarrisse (unter 0,2 mm breit, feine Oberflächenrisse) können oft mit Fassadenfarbe überstrichen werden. Feine Risse (0,2-2 mm) werden mit elastischem Füllmaterial oder Acryl verschlossen. Breite Risse (über 2 mm) müssen aufgeweitet, gereinigt und mit Reparaturmörtel gefüllt werden. Bei beweglichen Rissen ist zusätzlich ein Armierungsgewebe (Glasfasergewebe zur Rissverstärkung) nötig. Setzrisse (entstehen durch Setzungen des Gebäudes) erfordern besondere Aufmerksamkeit, da sie auf Probleme im Fundament hinweisen können. Die Reparatur erfolgt in mehreren Schritten: Riss säubern, eventuell erweitern, grundieren, füllen, glätten und nach dem Trocknen überstreichen. Wichtig ist, die Ursache des Risses zu identifizieren - nur so kann eine dauerhafte Reparatur gelingen. Bei großen, tiefen oder wiederkehrenden Rissen sollte ein Fachmann die Statik prüfen. Mit der richtigen Technik und dem passenden Material lassen sich die meisten Risse jedoch dauerhaft und optisch unauffällig reparieren.

Anleitung

  1. Untersuch alle Risse genau. Miss die Breite mit einem Lineal oder Messschieber, prüfe die Tiefe mit einem Spachtel und dokumentiere die Position. Unterscheide zwischen Haarrissen (unter 0,2 mm), feinen Rissen (0,2-2 mm) und breiten Rissen (über 2 mm).
  2. Versuche, die Ursache der Risse zu finden. Setzrisse (entstehen durch Setzungen des Gebäudes) verlaufen oft diagonal, Spannungsrisse durch Temperaturschwankungen eher horizontal oder vertikal. Bei großen, tiefen oder sich vergrößernden Rissen solltest du einen Statiker hinzuziehen.
  3. Trage Arbeitshandschuhe, eine Schutzbrille und bei Bedarf eine Staubmaske, besonders wenn du Risse mechanisch erweiterst oder ausschleifst.
  4. Bei Rissen breiter als 2 mm erweiter den Riss mit einem Rissaufweiter, Meißel oder Winkelschleifer zu einer V-förmigen Fuge. Die Fuge sollte mindestens 1 cm tief und 0,5-1 cm breit sein. Durch die V-Form haftet der Reparaturmörtel besser.
  5. Entferne lose Putzteile, Staub, Schmutz und Moos aus dem Riss mit einer Drahtbürste, einem schmalen Spachtel oder einem Staubsauger. Der Riss muss sauber, trocken und frei von losen Teilen sein, damit das Füllmaterial haften kann.
  6. Bei breiten, tiefen Rissen trage eine Haftgrundierung mit einem Pinsel in den Riss auf. Die Grundierung verbessert die Haftung des Reparaturmörtels und verhindert, dass der Untergrund zu viel Feuchtigkeit aus dem Mörtel zieht. Lasse die Grundierung antrocknen (meist 1-2 Stunden).
  7. Fülle den Riss je nach Breite: Haarrisse mit Fassadenfarbe überstreichen, feine Risse mit elastischem Acryl oder Rissfüller aus der Kartusche füllen, breite Risse mit Reparaturmörtel oder Fassadenspachtel. Drücke das Material tief in den Riss, um Hohlräume zu vermeiden.
  8. Bei Rissen, die sich bewegen oder erneut aufreißen könnten, bette ein Armierungsgewebe (Glasfasergewebe zur Rissverstärkung) in den frischen Reparaturmörtel ein. Drücke das Gewebe mit dem Spachtel fest in den Mörtel und überdecke es mit einer weiteren Mörtelschicht.
  9. Glätte die Oberfläche mit einem Spachtel oder Glätter, sodass die Reparaturstelle bündig mit der umgebenden Putzfläche abschließt. Versuche, die Struktur des vorhandenen Putzes nachzubilden, damit die Reparaturstelle später optisch weniger auffällt.
  10. Lasse den Reparaturmörtel oder das Füllmaterial gemäß Herstellerangabe vollständig trocknen. Reparaturmörtel benötigt meist 24-48 Stunden, Acryl 12-24 Stunden. Schütze die Reparaturstelle während der Trocknungszeit vor Regen, direkter Sonneneinstrahlung und Frost.
  11. Falls die Reparaturstelle nach dem Trocknen uneben ist, kannst du sie vorsichtig mit Schleifpapier (Körnung 120-180) oder einem Schleifblock glätten. Arbeite vorsichtig, um den umgebenden Putz nicht zu beschädigen. Entferne den Schleifstaub mit einem feuchten Tuch.
  12. Grundiere die Reparaturstelle mit einer Fassadengrundierung, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit zu erreichen. Streiche anschließend die gesamte Fassadenfläche (oder zumindest die reparierte Wand) mit Fassadenfarbe, um Farbunterschiede zu vermeiden.

Werkzeuge

  • Spachtel
  • Drahtbürste
  • Rissaufweiter oder Meißel
  • Pinsel
  • Kartuschenpistole
  • Messschieber oder Risslehre
  • Schleifpapier
  • Handschuhe
  • Schutzbrille
  • Glättkelle

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